Wieder Ärger in Grödig

Laute Mopeds machen Anrainern das Leben zur Hölle

Salzburg
16.07.2026 06:00

Mittlerweile täglich finden illegale Treffen auf dem Privatparkplatz neben dem Fußballstadion in Grödig statt. Nachdem sich der Pächter in der Vergangenheit erfolgreich gegen Sinti und Roma durchsetzen konnte, wehrt er sich nun vergeblich gegen Jugendliche mit ihren Cross-Maschinen.

Lärm, Rauch und aufgemotzte Maschinen – erneut muss der Anifer Landwirt Sebastian Mayr-Ziegler um seinen Parkplatz beim Stadion in Grödig kämpfen. Waren es im Frühling noch Sinti und Roma, die die Fläche für illegales Camping missbrauchten, toben sich jetzt jugendliche Drifter ständig auf dem Privatgelände aus.

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Die Cross-Maschinen hört man bis mitten nach Anif. Auch Deutsche kommen zum Driften hierher.

Sebastian Mayr-Ziegler

„Anrainer aus der Umgebung beschweren sich laufend bei mir“, sagt Mayr-Ziegler zur „Krone“. Täglich tauchen am Parkplatz 16- bis 20-Jährige mit Cross-Maschinen auf. „Die sind oft derart aufgemotzt, dass man es bis mitten nach Anif hört, wenn sie von hier aus wegfahren.“

Komplettes Abriegeln des Platzes nicht möglich
Seinen Parkplatz selbst hat Mayr-Ziegler bestmöglich mit Betonquadern abgesichert. Sinti und Roma schaffen es mit ihren Wohnwagen nicht mehr auf das Gelände. Komplett abzuriegeln ist allerdings nicht möglich. Gleich zwei Fahrschulen zählen zu den Parkplatz-Pächtern, viele Fahrschüler trainieren hier.

Gegen illegale Camper helfen Betonquader.
Gegen illegale Camper helfen Betonquader.(Bild: Andreas Tröster)

Abseits des Fahrschulbetriebs werden beim installierten Schranken immer wieder die Schlösser zerstört. „Mittlerweile habe ich schon einen Vorrat zu Hause“, so Mayr-Ziegler. Neben den deutlich sichtbaren Spuren am Boden lassen die unerwünschten Gäste oft viel Müll am Platz liegen.

Drifter machen dem Parkplatzbesitzer und den Anrainern das Leben schwer.
Drifter machen dem Parkplatzbesitzer und den Anrainern das Leben schwer.(Bild: Markus Tschepp)

Der Landwirt rückt derzeit täglich selbst zu Kontrollrunden aus: „Meistens treffen sich die Drifter zwischen 17 und 18 Uhr. Am Wochenende ist es noch viel schlimmer.“ Immer wieder muss er die Polizei zur Verstärkung rufen.

„Ich hoffe auf mehr Verständnis der jungen Leute“, ärgert sich der Parkplatz-Besitzer. Sollte sich die Situation nicht bessern und auch die aktuellen Anzeigen nicht effektiv genug sein, müsse er wohl mit Besitzstörungsklagen anfangen ...

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