Ungebetene Gäste

Betonwürfel sichern Parkplatz bei Stadion bald ab

Salzburg
23.03.2026 17:30

Schranken waren am Parkplatz des Stadions in Grödig in Salzburg nicht genug: Sinti und Roma knackten die Schlösser und kampierten vier Wochen lang auf dem Grundstück von Sebastian Mayr-Ziegler. Der „Krone“ verrät der Landwirt, wie er sich jetzt künftig dagegen wehren will.

„Ein Schloss haben sie komplett aufgebrochen, ein Zahlenschloss geknackt und den Code so geändert, dass wir es selbst nicht mehr öffnen können“, ärgert sich Sebastian Mayr-Ziegler. Auf seinem Grundstück neben dem Fußballstadion in Grödig hatte der Landwirt vier Wochen lang Sinti und Roma als ungebetene Gäste.

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Man ist als Eigentümer eigentlich machtlos. Ich arbeite jeden Tag dafür, alles zu erhalten – und kann in der Situation dann gar nichts machen.

Sebastian Mayr-Ziegler

Nach ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit setzte er dieses Mal im Vorfeld bereits auf Schranken. Doch diese reichten nicht aus. Jetzt müssen härtere Maßnahmen her. „Ich kann mir aber nicht alles verbauen“, verzweifelt der Bauer, aber: Abhilfe sollen nun tonnenschwere Betonwürfel schaffen, die noch in dieser Woche aufgestellt werden. „Um diese zu bewegen, braucht es dann Spezialgerät“, erzählt der Landwirt der „Krone“. 

Die aufgestellten Müllcontainer reichten für die Mengen nicht.
Die aufgestellten Müllcontainer reichten für die Mengen nicht.(Bild: Markus Tschepp)

Sobald es Sinti und Roma auf das Grundstück schaffen, habe er aber kaum eine Handhabe. „Abschleppen oder den Platz räumen zu lassen, geht nur theoretisch. Für Letzteres braucht es eine Räumungsklage.“ Die Kosten müsse der Grundbesitzer vorstrecken, ohne zu wissen, ob er sie zurückbekommt.

In der Vergangenheit versuchte Mayr-Ziegler auch, kreative Lösungen zu finden und den Parkplatz sogar anzubieten – vergebens. Neben der rechtlichen Situation, des Campingverbots in ganz Grödig, wurden fixe Pachtzeiten von den Sinti und Roma selbst abgelehnt.

„Heuer haben sie sich immerhin großteils um den Müll gekümmert und drei Container bestellt“, sagt Mayr-Ziegler. Um den Rest müssten sich entweder er oder die Gemeinde – die ihn gut unterstütze – selbst kümmern.

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