Traditionsklub wankt

Trotz Chaos: „Wir geben sicher nicht auf!“

Seit rund einer Woche ist bei Salzburgligist Puch nichts mehr so, wie es einmal war. Die Tennengauer verloren kurzfristig einen Geldgeber, der in Hamburg festgenommen wurde und rutschten ins finanzielle Fiasko. Puchs Patrick Schober, der den Sponsor einst an Land zog, erklärte im „Krone“-Gespräch die Situation.

„Das war schon brutal, was da auf uns eingeprasselt ist. Teilweise hatte ich 150 Anrufe am Handy“, erzählt Puchs Patrick Schober. Der Mittelfeldspieler, der beim Salzburgligisten auch Kapitän ist und den Kader mitgestaltet, zog einst jenen Sponsor an Land, der seit Kurzem in Hamburg im Gefängnis sitzt und bei den Tennengauern für ein Finanzchaos sorgte (die „Krone“ berichtete ausführlich).

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Wir haben davon auch nur aus den Medien erfahren. Auch wenn ich den Kontakt damals hergestellt habe, kann ich für diese Sache nichts dafür.

Patrick SCHOBER, FC Puch

„Wir haben davon auch nur aus den Medien erfahren. Auch wenn ich den Kontakt damals hergestellt habe, kann ich für diese Sache nichts dafür“, beteuert Schober, der in den vergangenen Tagen alles daran setzte, das Team zu halten und neue Sponsoren an Land zu ziehen.

Die Rückmeldungen seien positiv: „Wir waren im Vorjahr schon tot und sind es jetzt erneut. Aber wir geben nicht auf“, verweist der hauptberufliche Lehrer auf die schwierige Lage nach dem Ausstieg von Präsident und Sponsor Christian Schwaiger im Frühjahr 2025. „Damals mussten wir von jetzt auf gleich extrem zurückstecken und standen am Abgrund“, erklärt Schober.

Schober: „Klub wäre längst nicht mehr in Salzburger Liga“
Noch heute sollen Gelder aus Schwaigers Sponsoring offen sein. „Ohne mich und Daniel Buhacek wäre der Klub längst nicht mehr in der Salzburger Liga, weil wir zum Glück die richtigen Kontakte hatten!“

Sportlich wird in Puch abgespeckt
Sportlich stapeln die Pucher nun tief. „Wir wollten den Titel anvisieren. Das, glaube ich, wird jetzt nicht mehr klappen“, meint der 31-jährige Oberösterreicher, der am Dienstag nach einwöchiger Pause wieder zum Training geladen hatte, weil Coach Buhacek auf Urlaub weilt. „Es ist schon eine Wucht, dass so viele Spieler doch zu uns stehen und uns vertrauen. Das macht mich als Spieler und auch das Trainerteam wirklich sehr stolz.“

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