Das war viel mehr als eine Talentprobe! Rad-Ass Michael Hettegger glänzte bei der Ain Bugey Valromey Tour, die auch als Tour de France für Junioren bezeichnet wird. Der Strobler landete auf dem zweiten Gesamtrang und sprach mit der „Krone“ über diesen großartigen Erfolg.
„L’avenir lui appartient.“ Die Zukunft gehört ihm.
Rad-Hoffnung Michael Hettegger stellte bei der Ain Bugey Valromey Tour eindrucksvoll unter Beweis, dass er zu den besten Junioren der Welt zählt. Bei der „Junioren-Tour de France“, wie die Rundfahrt bezeichnet wird, landete der Strobler nach sensationellen Leistungen auf dem zweiten Gesamtplatz hinter dem spanischen Überflieger Benjamin Noval.
„Das macht auf jeden Fall Lust auf die Zukunft“, strahlte der 17-Jährige im Gespräch mit der „Krone“. Der Weg dorthin verlief allerdings nicht ohne Rückschläge. „Ich hatte zweimal einen Patschen.“ Einmal gab ihm ein Teamkollege sein Rad und rettete ihm damit die Chance auf eine Spitzenplatzierung, beim zweiten Mal wurde ihm das Rad von einem neutralen Mechaniker gewechselt.
Hettegger glänzte bei der Ain Bugey Valromey Tour
Schlussendlich ging alles glimpflich aus und Hettegger konnte in den Bergen seine Klasse beweisen. „Je mehr Höhenmeter ein Rennen hat und je schwerer es ist, desto mehr gehen die Rennen in meine Richtung“, sagte die „Berggemse“ vom Wolfgangsee.
Hettegger bleibt trotz seiner Klassevorstellung auf dem Boden und weiß, dass der Weg nach ganz oben ein langer und steiniger ist. „Der Start ist gemacht“, hielt er fest. „Ich will es allerdings Schritt für Schritt angehen und bin bei Lidl-Trek super aufgehoben.“
Der Weltklasse-Rennstall hat sich längst die Dienste des Pedalritters gesichert. Bei der Rundfahrt im Départment Ain war er als Kapitän im Einsatz, für die kommenden beiden Jahre hat er einen festen Platz im Nachwuchsteam.
Noval geht zu Netcompany Ineos, Seixas geigt bei der Tour de France auf
Gesamtsieger Noval hat schon einen Profivertrag bei Netcompany Ineos in der Tasche. „Er war der Stärkste und ist es gefahren wie ein Pogacar bei den Profis“, erkannte Michi an. Ein weiterer Teenager, Paul Seixas, fährt aktuell sogar bei der Tour de France um einen Stockerlplatz. Der Trend ist nicht zu übersehen – immer mehr Rennställe setzen auf die Jugend.
„Es ist eine riesige Motivation, Fahrer wie Seixas zu sehen. Es ist beeindruckend, wie er mit Pogi mitfährt, und geil zuzusehen. Ich verlasse mich ganz auf meinen Trainer, der jahrzehntelange Erfahrung hat“, will der Salzburger nichts überstürzen.
Hettegger, der vor Ort von seiner Familie lautstark angefeuert wurde („Sie haben sogar meinen Namen auf die Straße geschrieben“), ist ein Allrounder, der auch auf dem Mountainbike regelmäßig für Topergebnisse gut ist.
Es ist eine riesige Motivation, Fahrer wie Seixas zu sehen. Ich verlasse mich ganz auf meinen Trainer, der jahrzehntelange Erfahrung hat.
Michael HETTEGGER
Der Traum von der Frankreich-Rundfahrt ist realistisch
Aus diesem Grund blieb die große Feier nach dem Stockerlplatz in Frankreich auch aus. „Ich feiere mit Wasser“, grinste er und machte sich mit seiner Familie sofort auf den Weg nach Vorarlberg, wo die Österreichische Mountainbike-Meisterschaft stattfindet.
Danach geht’s für ihn mit der Junioren-Rundfahrt in Oberösterreich weiter. Die wird zum Heimspiel für das Toptalent.
Langfristig träumt er – wie sollte es anders sein – von der Tour de France. „Ich hoffe, dass ich in den nächsten vier, fünf Jahren zur echten Tour komme“, verriet Michi. Schenkt man den Experten Glauben, ist das viel mehr als Hirngespinst. Insider wissen schließlich schon lange: L’avenir lui appartient. Die Zukunft gehört ihm.
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