Einen Monat hausten ungebetene Gäste auf einem Parkplatz in Grödig. Dort legten sie den Betrieb zweier Fahrschulen auf Eis. Nun packten der Grundbesitzer und die Fahrschul-Chefs selbst an, um die Zufahrt auf das Gelände mit Wohnwagen künftig unmöglich zu machen.
Mittels Spezialgerät schwebt der erste von zwölf Betonblöcken langsam mitten in eine Parkplatzzufahrt hinter dem Grödiger Stadion. Acht der jeweils 1600 Kilo schweren Teile sichern seit gestern diesen Bereich, vier weitere stehen am anderen Ende auf der Seite der Alpenstraße.
Nötig sind diese Maßnahmen, weil der neben der Autobahn gelegene Parkplatz immer wieder ungebetene Gäste anlockt. Schon mehrfach hatte Grundbesitzer Sebastian Mayr-Ziegler mit Sinti und Roma zu tun, die sich wochenlang auf seinem Boden einnisteten. Eine Schranke wurde heuer aufgebrochen, deshalb mussten jetzt härtere Geschütze her.
Das Grundstück selbst ist an zwei Fahrschulen verpachtet, die den Platz bis vor Kurzem für einen Monat gar nicht nutzen konnten. Zu gefährlich wären Fahrstunden neben spielenden Kindern, sind sich Thomas Hörl und Georg Lämmerhofer einig. Beide mussten Fahrstunden und Fahrprüfungen verschieben.
Nun geht es mit Motorrädern und Autos im Slalom von der Stadionseite aus auf den Übungsplatz. Acht Steine lassen dafür noch genügend Platz. Mit Wohnwagen geht sich das nicht aus.
„Die Würfel sind sehr glatt, damit man sie nirgendwo anhängen und wegziehen kann“, erzählt Mayr-Ziegler. „Und bei dem Gewicht schafft man das händisch nicht mehr.“ In Richtung Alpenstraße hat er eine Lücke für Fußgänger und Radfahrer gelassen. „Eigentlich wollen wir ja nichts blockieren, müssen uns aber schützen.“
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