Zu Geringe Erträge

Landwirtschaftskammer hat Sorgen um Getreidebauern

Burgenland
15.07.2026 19:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Wegen der Dürre fiel die Ernte heuer dürftig aus. Im Burgenland hoffen die Entscheidungsträger jetzt auf Unterstützung durch die EU.

Während im Seewinkel und in den Bezirken Eisenstadt, Mattersburg und Oberpullendorf die Ernte beinahe abgeschlossen ist, warten im Südburgenland noch rund 20 Prozent der Getreideflächen darauf, gedroschen zu werden. „Nach aktuellem Stand rechnen wir heuer mit Ertragseinbußen von bis zu 20 Prozent und darüber hinaus. Die Erntemenge ist unterdurchschnittlich und die Preissituation ist schlecht“, sagt Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich. „Unterm Strich: der Ackerbau befindet sich am Limit. Die Bauern kämpfen um ihre Existenzen.“

Bangen um die Versorgungssicherheit
Die Produktionskosten seien viel höher als die Erlöse. „Und das mittlerweile schon ein paar Jahre, denn seit 2024 sind die Preise für Getreide im Keller“, so Berlakovich. „Wenn die Landwirte keine Unterstützung bekommen, werden viele Betriebe aufhören und auf lange Sicht gesehen, steht unsere Versorgungssicherheit auf dem Spiel.“ Derzeit wird im Burgenland von den 155.000 Hektar Ackerflächen ein Drittel mit Getreide bewirtschaftet.

Die Verhandlungen über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU für den Zeitraum 2028 bis 2034 sind in vollem Gang. „Es ist eine ausreichende Dotierung der GAP mit Inflationsanpassung nötig. Österreich braucht eine starke gemeinsame Agrarpolitik mit einem eigenständigen Budget, weniger Bürokratie und einer fairen Abgeltung jener Leistungen, die unsere Bauern für Gesellschaft, Umwelt und Versorgungssicherheit erbringen.“

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