Alle technischen Möglichkeiten bietet nach dem Umbau und der Erweiterung um insgesamt 3,5 Millionen Euro die Kontrollstelle an der A12 bei Radfeld. Tirolweit wurden im Vorjahr rund 68.000 Übertretungen bei Lkw festgestellt, das lässt auch einige Millionen Euro Strafgelder sprudeln ...
Der schon etwas marode rumänische Sattelzug, der am Mittwoch genauer unter die Lupe genommen wurde, ist einer von rund 1 Million (!) Schwerfahrzeugen, die jährlich von der A12 bei Radfeld bzw. Kundl ausgeleitet werden. Pech für den Lenker bzw. seine Firma: Auch der Asfinag-Prüfzug war – wie an 150 Tagen im Jahr – in Radfeld vor Ort und so wurde etwa die Bremskraft jeder einzelnen Achse überprüft. Am Ende wurde das Fahrzeug sogar aus dem Verkehr gezogen.
„68.000 Übertretungen wurden im Vorjahr tirolweit festgestellt“, bilanzierte Verkehrs-LR René Zumtobel beim Lokalaugenschein. Allein 40.000 waren es bei den beiden Kontrollstellen im Unterland.
Bis zu 44 Mitarbeiter auf der verdoppelten Größe
Anlass des Politiker-Besuchs war die Fertigstellung des 3,5 Millionen Euro teuren Umbaus in Radfeld. Bis zu 44 Mitarbeiter finden nun modernste Arbeitsplätze vor – auch wenn die reine Kontrolltätigkeit weiter im Freien und auch bei winterlichen Minusgraden erfolgen muss.
Je effizienter die Kontrollen in Tirol sind und je mehr Zeit sie umfassen, desto höher ist die Nachfrage bei der Rollenden Landstraße.

LHStv. Philip Wohlgemuth
Bild: Christof Birbaumer
Beispielgebend für das Projekt sind die Fotovoltaikanlage am Dach, eine Beheizung per Wärmepumpe, eine generalsanierte Brückenwaage und eine Erneuerung der Achslastwaage. Die Bediensteten finden außerdem angenehme Sozial- und Ruheräume vor.
Lieber auf den Zug, um Kontrolle zu vermeiden?
„Je effizienter die Kontrollen in Tirol sind und je mehr Zeiten sie umfassen, desto höher ist die Nachfrage bei der Rollenden Landstraße“, verwies LHStv. und Hochbaureferent Philip Wohlgemuth auf „Lenkungseffekte“ von der Straße auf die Schiene. Ob das angesichts von 2,5 Millionen Lkw jährlich auf der Brennerroute ein echter Trost ist?
Landespolizeidirektor Helmut Tomac zeigte sich über die neuen Bedingungen („Auf höchstem fachlichem Niveau“) erfreut. Er verwies auch auf 5 Millionen Euro an Strafgeldern, die im Vorjahr kassiert wurden. Das Geld fließt in den Landes-Sozialtopf.
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