In wenigen Tagen feiert der „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen Premiere. Gespannt blickt ganz Österreich auf die neue Buhlschaft an der Seite von Philipp Hochmair, Roxane Duran. Besonders viel diskutiert ist jedes Jahr ihre Robe, die heuer – sagen wir mal – modisch nachhaltig ausfällt.
Hose oder Kleid? – was wirds?
Seit mehr als 100 Jahren ist das Kostüm der Buhlschaft weit mehr als bloße Theatergarderobe. Es gilt als eines der berühmtesten Bühnenkostüme Österreichs und steht wie kein anderes für Sinnlichkeit, Verführung und den Glanz der weltlichen Versuchung, von der sich Jedermann schließlich lösen muss. Gleichzeitig erzählt jeder neue Look auch etwas über die jeweilige Inszenierung und den Zeitgeist.
Lange galt die klassische Robe – meist in Rot als Symbol für Leidenschaft – als Markenzeichen der Buhlschaft. In den vergangenen Jahren wagten die Kostümbildner jedoch immer wieder den Bruch mit der Tradition. Durans Vorgängerin Piasko setzte zuletzt auf eine romantische, schulterfreie Robe mit floralen Details, während Valerie Pachner und Verena Altenberger mit markanten Hosenlooks neue Akzente setzten.
Alter Stoff für neue Buhlschaft
Wie schon für Piasko, entwarf erneut Luis F. Carvalho die Robe für Duran und hielt sich dabei an den alten Stoff. Womit nicht der Inhalt des Stückes, sondern das Kleid von Piasko gemeint ist. Denn Durans Robe ist aus dem selben Stoff geschneidert, mit ein paar roten Akzenten. Modisch nachhaltig, wenn man so will.
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