Aufruf an Gemeinden

Für die Umsetzung der Hausordnung gibt es Geld

Oberösterreich
15.07.2026 11:41

Respekt, Gleichberechtigung, deutsche Sprache: 13 Regeln sollen Zuwanderern eine Orientierung geben, was sich Oberösterreich von ihnen erwartet. Damit die „Hausordnung“ in den Gemeinden umgesetzt werden kann, gibt‘s dafür insgesamt 250.000 Euro vom Land. Jetzt wird dazu aufgerufen, Projekte auf die Beine zu stellen.

Kritiker, insbesondere die Grünen, bezeichnen die seit Februar geltende OÖ Hausordnung als Marketing-Gag von Schwarz-Blau, der noch dazu ins Geld geht: Wie berichtet wurden alleine für das Bewerben des Regelwerks 324.000 Euro ausgegeben. Zusätzlich stellt das Land OÖ Gemeinden insgesamt 250.000 Euro Förderung zur Verfügung, damit dort unter dem Schirm der Hausordnung Integrationsprojekte umgesetzt werden.

„Soll kein Papiertiger sein“
Im Fördertopf dürfte noch einiges Geld vorhanden sein, denn nun ruft der für Integration zuständige Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) Gemeinden und Vereine auf, derartige Projekte auf die Beine zu stellen. „Die OÖ Hausordnung soll kein Papiertiger sein, sondern im Alltag gelebt werden“, hofft Dörfel, dass dem Regelwerk Leben eingehaucht wird. Vor allem „Hotspot-Gemeinden“ mit einem Bevölkerungsanteil von mehr als 20 Prozent Menschen mit nichtdeutscher Muttersprache seien aufgerufen.

Maximal gibt‘s 5000 Euro
Gefördert werden laut dem ÖVP-Politiker Projekte mit Bezug zu den Themen Eigenverantwortung, Respekt vor weiblicher Autorität, Demokratie und Rechtsstaat, Arbeit und Leistung, interkultureller Dialog sowie Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte. Pro Projekt können bis zu 90 Prozent der Projektkosten, maximal jedoch 5000 Euro, gefördert werden. Die Einreichsfrist – Unterlagen dazu gibt es auf der Website des Landes – läuft bis 15. September.

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