Einbrüche verunsicherten im Frühjahr Bürger von Engerwitzdorf. Am Gemeindeamt wurden sie von Polizei-Experten beraten. Die Präventionsmaßnahmen zeigen bereits Wirkung: Seither gab es keine Vorfälle mehr. Mit diesen Tipps können auch Sie ungebetenen „Besuchern“ einen Strich durch die Rechnung machen.
Aufmerksame Leser können sich erinnern: Ende Mai sowie Anfang Juni schlugen Bürger der Gemeinde Engerwitzdorf in sozialen Kanälen Alarm. Zwei Einbrüche bzw. Einbruchsversuche am helllichten Tag versetzten die Anrainer in Angst und Schrecken. Zuerst waren unbekannte Täter in Schweinbach durch eine Terrassentür in ein Haus eingedrungen. Wenig später wurde ein Hausbesitzer am Linzerberg von lauten Geräuschen an seiner Gartentür unsanft aus dem Schlaf gerissen. Als er den Vorhang öffnete, stand er plötzlich einem Mann gegenüber, der im Begriff war, die Tür aufzuzwängen, aber sofort das Weite suchte.
Besucher drängten sich
„Weil die Sorge wegen einer möglichen Einbruchsserie sehr groß war, haben wir gemeinsam mit der Polizei einen Sicherheitsnachmittag abgehalten“, erklärt Bürgermeister Christoph Meisinger (ÖVP). Wie sehr die Bürger durch diese beiden dreisten Vorfälle beunruhigt waren, zeigte sich an der regen Teilnahme: „Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Schon vor dem Beginn um 15 Uhr war das Foyer im Gemeindeamt voll mit Zuhörern. Uniformierte Experten der Polizeiinspektion Gallneukirchen wurden schnell von den Interessierten in Beschlag genommen und beantworteten auch Fragen zu Cyberkriminalität, Betrugsemails und Schockanrufen.
Wichtige Tipps
Die wichtigsten Tipps liegen auf der Hand: Türen, Fenster und Garagentore verschließen und absperren, auch wenn man nur kurz weg ist. Wer in den Urlaub fährt, sollte zudem das Eigenheim so aussehen lassen, als wäre jemand zu Hause.“ Behilflich seien etwa Zeitschaltuhren, ein von Nachbarn entleerter Briefkasten oder TV-Simulatoren. Auch Lichter mit Bewegungsmelder und Kameras im Außenbereich lohnen sich. Ebenso wichtig: aufmerksame Nachbarn. „In Engerwitzdorf dürften Gelegenheitstäter am Werk gewesen sein: Wenn die merken, dass die Bevölkerung sensibilisiert ist, ziehen sie weiter“, betont Meisinger. Bisher gab es dort tatsächlich keine weiteren Fälle mehr.
Vorsicht auf Instagram und Co
Übrigens: Auch wer seinen Urlaub auf sozialen Plattformen teilt, macht sich zum potenziellen Ziel. Damit lohnt es sich, zu warten, bis man wieder zu Hause ist – besonders, wenn man nicht weiß, wer alles auf die Einträge und Storys zugreifen kann.
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