Landesweiter Blackout

Jetzt geht den Kubanern auch noch das Licht aus

Ausland
14.07.2026 20:20
Porträt von krone.at
Von krone.at

Auf Kuba herrscht immer häufiger totale Finsternis! Zum dritten Mal binnen rund einer Woche ist landesweit der Strom ausgefallen. Das Ölembargo der USA bringt das ohnehin marode Netz an seine Grenzen und darüber hinaus.

„Es hat eine vollständige Trennung des Stromsystems gegeben“, teilte das Energieministerium auf der Plattform X mit. Die Protokolle zur Wiederherstellung der Stromversorgung seien aktiviert worden.

Später erklärte das Ministerium, eine Störung im Block eines Wärmekraftwerks habe die Trennung des nationalen Stromnetzes ausgelöst. In mehreren Landesteilen werde die Stromversorgung schrittweise wieder aufgebaut. Bereits am Freitag und zuvor am Montag der vergangenen Woche war es auf der Karibikinsel zu landesweiten Blackouts gekommen.

Marode Infrastruktur und US-Ölembargo
Kuba leidet aufgrund der maroden Infrastruktur und eines von den USA seit Monaten verhängten Ölembargos unter einer schweren Energiekrise. Viele der überwiegend jahrzehntealten Wärmekraftwerke sind störanfällig, zudem fehlt es häufig an Treibstoff für die Stromerzeugung.

Auf Kuba türmen sich zudem Müllberge. Da öffentliche Abtransporte aufgrund des Treibstoffmangels ...
Auf Kuba türmen sich zudem Müllberge. Da öffentliche Abtransporte aufgrund des Treibstoffmangels kaum noch möglich sind.(Bild: AP/Ramon Espinosa)

Die Regierung macht dafür unter anderem das US-Handelsembargo und weitere Sanktionen Washingtons verantwortlich.

US-Präsident Donald Trump hatte Ländern, die Öl nach Kuba exportieren, zuletzt im Jänner mit Strafzöllen gedroht, woraufhin die Treibstofflieferungen aus dem Ausland nahezu zum Erliegen kamen.

Die Insel kann nur einen Teil ihres Ölbedarfs decken. Washington versucht mit verschiedenen Druckmaßnahmen, eine wirtschaftliche und politische Öffnung der Insel nach seinen Vorstellungen zu erzwingen. Erst am Montag setzten die USA unter anderem das für die kubanische Wirtschaft wichtige Tourismusministerium auf eine Sanktionsliste.

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