Der Enkel des früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro, Rodriguez „El Cangrejo“ Castro, zeigt sich offen für direkte Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump.
Der 42 Jahre alte Rodríguez, militärischer Sicherheitschef in Kuba, erklärte in mehreren Exklusivinterviews mit „USA Today“, er könne mit jedem Vertreter sprechen, den die US-Regierung auswähle. Am liebsten wäre ihm jedoch ein Treffen mit Trump selbst.
Aus seiner Sicht bleibe Kuba keine Zeit. Das Land stecke in einer schweren Wirtschaftskrise, kämpfe mit einer humanitären Notlage und leide unter einer Ölblockade der Trump-Regierung. Kuba wolle verhindern, das nächste Venezuela zu werden, betonte er.
Castro stellt Freilassung von Gefangenen in Aussicht
Auch bei sogenannten politischen Gefangenen zeigte sich Castro gesprächsbereit. Er erklärte, unter den richtigen Bedingungen könnten Personen freigelassen werden, die als „politische Gefangene gelten“.
Berater und Vertrauter
Rodríguez Castro wuchs im direkten Umfeld der kubanischen Machtelite auf. Schon als Jugendlicher wurde er von seinem Großvater in staatliche Angelegenheiten einbezogen. Heute gilt er nicht nur als Sicherheitschef der kubanischen Führung, sondern auch als Berater bei politischen Entscheidungen, Investitionen und Verhandlungen. Auch Präsident Miguel Díaz Canel soll auf seinen Rat hören.
„Habe mich nie für die Politik interessiert“
Trotzdem betont Castro, er sehe sich selbst nicht als Politiker. „Ich habe mich nie für die Politik interessiert“, sagte er. „Aber wenn die Revolution mich irgendwann darum bitten würde, würde ich es tun“, fügte er hinzu. Zugleich stellte er klar, dass er weder die Prinzipien der Revolution von 1959 noch die Souveränität Kubas aufgeben werde.
Castro Familie bleibt mächtig
Rodríguez Castro verfügt über ein Netzwerk aus hochrangigen politischen Kontakten im Umfeld des Weißen Hauses. Sein Einfluss in Kuba gilt wegen seines Namens und seiner Familienverbindungen dennoch als beträchtlich.
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