Im März war es eine Bronzeskulptur, die Donald Trump Händchen haltend mit seinem angeblich „engsten Freund“ Jeffrey Epstein zeigte. Nun ist der US-Präsident ins Visier seiner Kritiker geraten – mit einer satirischen Aktion mitten in Washington.
Nur wenige Schritte vom Weißen Haus entfernt stellten Unbekannte in der Nacht zum Montag auf der National Mall einen rund drei Meter hohen Pokal auf einen Sockel. Die Botschaft: eine bissige Persiflage auf Trumps Umgang mit dem Iran-Konflikt.
Trophäe für „engagierte Beteiligung am Iran-Krieg“
„Hiermit verleihen wir Präsident Donald J. Trump diese Teilnahme-Trophäe für seine engagierte Beteiligung am Iran-Krieg“, heißt es auf der Plakette. „Während sich andere mit Militärstrategie, Diplomatie oder messbaren Ergebnissen beschäftigten, bewies Präsident Trump den Mut, einfach mitzumachen – ganz unabhängig vom Endergebnis.“
Weiter heißt es: „Mit dem Erhalt dieser prestigeträchtigen Auszeichnung reiht sich Präsident Trump in die Riege all jener Kinder ein, die eine Anerkennung allein dafür bekommen haben, dass sie überhaupt erschienen sind.“
Wie schon bei der Epstein-Skulptur bekannte sich die Protest-Künstlergruppe „Secret Handshake“ zu der satirischen Aktion. Ein Sprecher erklärte, das Denkmal diene zugleich als „Donald-Trump-Trophäen-Spendenzentrum“. „Gemeinsam hoffen wir, dass Trump, wenn genügend Auszeichnungen für ihn gespendet werden, als Gewinner wahrgenommen wird“, lästerte der Sprecher. Das Ziel: „Dann verspürt er vielleicht nicht mehr das Bedürfnis, andere Länder zu bombardieren.“
Trump hatte zuletzt wiederholt erklärt, der Iran habe ihn um ein Abkommen zur Beendigung der Kämpfe gebeten. Ungeachtet diplomatischer Bemühungen kam es jedoch weiterhin zu militärischen Auseinandersetzungen und gegenseitigen Raketenangriffen im Bereich der Straße von Hormus. Trump betonte am Montag erneut, die strategisch wichtige Schifffahrtsroute sei „offen und werde offen bleiben – mit oder ohne den Iran“.
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