Stürme in Deutschland

„Hatten wirklich Panik“: Hagelkörner wie Golfbälle

Ausland
14.07.2026 12:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Golfballgroße Hagelkörner, überflutete Straßen, durchlöcherte Dächer und zerstörte Autoscheiben: Im Norden Deutschlands haben heftige Unwetter gewütet. Mancherorts schaute es sogar aus wie mitten im Winter – Hagel blieb liegen, selbst mit Schneeschaufeln kamen Anrainer nicht gegen dagegen an.

„Die Einfahrt war voll, der Keller war voll, wir hatten wirklich Panik“, schildert ein Mann aus Wittenburg im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Es prasselten nicht nur Regentropfen herab, sondern auch große Hagelkörner – so viele, dass die Bewohner ihnen mit Schneeschaufeln allein nicht Herr wurden. Die Feuerwehr musste teils mit Radladern anrücken, um die Hagelkörner wegzuräumen, wie der Sender NDR berichtet.

Unwetter richteten in Norddeutschland großen Schaden an:

Bilder und Videos aus Wittenburg könnten glauben lassen, dass dort gerade Winter ist. Die Straßen waren nicht nur überflutet, sondern auch von Hagel bedeckt, Autos schafften es nur schwer, voranzukommen. Dieses Bild bot sich aber nicht nur in Wittenburg. Auch rund 100 Kilometer weiter westlich in Heidenau im Bundesland Niedersachsen waren die Straßen weiß vom Hagel.

In den sozialen Medien kursieren Videos von überschwemmten Straßen:

Das Unwetter war dort so heftig, dass die Feuerwehrleute fast nicht zu Einsätzen ausrücken konnten, „weil die Eigengefährdung zu groß war“, wie ein Sprecher berichtet. Schon am Weg zum Feuerwehrhaus seien die Feuerwehrleute an Autos vorbeigekommen, deren Scheiben völlig zerschlagen waren.

„Alles kaputt gemacht“
Der Hagel habe in Heidenau „alles kaputt gemacht“, schildert eine Anwohnerin der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist nichts mehr heile, es regnet durchs Dach in die Wohnungen rein“, berichtet sie vom Ausmaß des Schadens. Die Feuerwehr war in Niedersachsen im Dauereinsatz, rund 600 Mal rückte sie aus.

In Heidenau kamen zentimetergroße Hagelkörner vom Himmel:

Frau in Keller eingesperrt
In Sarstedt, südlich von Hannover, wurde eine Frau von den Wassermassen in ihrem Keller eingesperrt. Die Feuerwehr musste sie retten, die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Zahlreiche Keller, Tiefgaragen, Liftschächte und Straßen waren in und um Hannover überflutet, einige Bäume sürzten um. Insgesamt gab es in der Region etwa 1000 Feuerwehreinsätze. Bei der Polizei Hannover wurden bis in der Früh rund 50 Auto-Kennzeichen abgegeben, die offenbar in den Wassermassen verloren gingen.

Die Gefahr ist aber noch nicht gebannt. Am Dienstag könnte es in Mittel- und Süddeutschland starke Gewitter geben, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) laut dem Sender ZDF heute. Vereinzelt ist mit schweren Sturmböen bis 90 km/h und Hagelkörnern mit einem Durchmesser von bis zu drei Zentimetern möglich.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung