Keine US-Stützpunkte

Revolutionsgarden appellieren jetzt an Jordanien

Außenpolitik
14.07.2026 10:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die iranischen Revolutionsgarden haben Jordanien jetzt aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem US-Militär einzustellen. Eine entschlossene Forderung nach der Auflösung der US-Stützpunkte „wäre eine große Hilfe“ für die „Wiederherstellung der Sicherheit in der Region“, hieß es in einer Mitteilung.

„Ihr wisst sehr gut, dass wir eurem Land nicht nur keinerlei Feindschaft entgegenbringen, sondern euch, das edle Volk Jordaniens, sehr schätzen“, teilten die Revolutionsgarden mit. Man habe am frühen Dienstagmorgen einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen, hieß es weiter. Von dort seien nämlich US-Angriffe auf den Iran geflogen worden. Das jordanische Staatsfernsehen meldete vier abgefangene Raketen aus dem Iran.

Wie berichtet, hatte das US-Militär in der Nacht auf Dienstag erneut iranische Ziele, wie Verteidigungseinrichtungen und Raketen- und Drohnenrampen, angegriffen. Das zuständige Regionalkommando sprach von zahlreichen Bombardierungen im ganzen Land. Mehr als 50.000 Streitkräfte sind derzeit im Nahen Osten stationiert.

Abbas reagiert mit Ironie auf Trump
Die iranischen Soldatinnen und Soldaten reagierten darauf mit dem Beschuss von zwei Öltankern der Vereinigten Arabischen Emirate in der Straße von Hormuz. Dabei kam ein Besatzungsmitglied ums Leben, acht weitere Menschen wurden verletzt. Der Angriff stelle einen „schwerwiegenden Verstoß und klaren Bruch des Völkerrechts“ dar, teilte das Verteidigungsministerium der VAE mit. Man behielte sich vor, auf diese Eskalation zu reagieren. Das Innenministerium rief die Bewohnerinnen und Bewohner in der Nacht auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen.

Hier sehen Sie das Posting des iranischen Außenministers:

Das Weiße Haus begründet die US-Angriffe mit den Attacken des Irans auf Schiffe. US-Präsident Donald Trump schlug vor, für die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz eine Gebühr von 20 Prozent auf alle Frachtgüter zu erheben. Das hat Irans Außenminister Abbas Araqchi jetzt ironisch kommentiert.  „Wer für die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormuz sorgt, sollte für diese Dienstleistung entschädigt werden (...). 20 Prozent sind natürlich zu viel. Wir werden fair sein“, schrieb er auf der Plattform X. Der Iran sei schon immer der „Wächter“ der Meerenge gewesen und werde es „für immer bleiben“. Die Schifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen wies Trumps Vorschlag ebenfalls zurück.

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