Enorm große Menge

Forscher finden „unsichtbares“ Gold am Meeresboden

Wissen
14.07.2026 09:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

Japan sitzt womöglich auf einem bisher unentdeckten Goldschatz. Forscher haben ungewöhnlich viel „unsichtbares Gold“ gefunden – 750 Meter unter der Meeresoberfläche. Es könnte also sehr herausfordernd werden, das Gold ans Tageslicht zu befördern.

Ein Forscherteam hat rund um einen Unterwasserkrater einige Kilometer östlich der japanischen Insel Aogashima einen funkelnden Fund gemacht: Gold. Doch das Edelmetall ist nicht in Form von Goldkörnern vorhanden, sondern fest eingeschlossen in Pyrit-Kristallen. Pyrit ist auch als Katzengold bekannt, weil es zwar funkelt wie Gold, aber aus Schwefel und Eisen besteht.

„Ultrahohe Konzentration“
In den Pyrit-Kristallen ist eine „ultrahohe Konzentration von unsichtbarem Gold“, schreiben die Forscher in der Studie, die im Fachmagazin „Scientific Report“ veröffentlicht wurde. In manchen Bereichen enthält der Pyrit bis zu 1,9 Prozent Gold aufs Gewicht bezogen. Das sei ein spektakulärer Wert.

Wie viel Gold aber insgesamt in dem Bereich rund um den Vulkankrater am Meeresgrund ist, können die Wissenschaftler nicht genau sagen. In dem Gebiet wurden schon früher Goldkörner entdeckt, deswegen haben die Forscher den Pyrit noch einmal genauer unter die Lupe genommen.

Abbau sehr kompliziert
Barren aus Gold von dort liegen aber noch in weiter Ferne. Um das Gold abbauen zu können, müsste man zuerst noch mehr über die Größe der Lagerstätte und das durchschnittliche Metallvorkommen herausfinden. Und falls das Gold tatsächlich vom Meeresboden in 750 Metern Tiefe geholt werden sollte, wäre das Verfahren äußerst kompliziert. Denn das Gold müsste dann auch noch aus der Pyrit-Kristallstruktur gelöst werden – ob sich das finanziell überhaupt rechnet, ist noch nicht klar.

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