Der August wartet gleich mit mehreren Naturschauspielen auf, darunter einer partiellen Mond- und Sonnenfinsternis. Der astronomische Höhepunkt des Jahres wird am 12. August sein. In Österreich wird die Sonne an diesem Abend zu fast 90 Prozent verfinstert untergehen.
In Spanien, Grönland und Island ist die Eklipse sogar total. Sonnenfinsternisse treten auf, wenn sich der Mond zwischen Erde und Sonne schiebt und sein Schatten auf die Erdoberfläche fällt. Das kann während der Neumondphase passieren, jener Zeitraum, in dem der Mond von der Erde aus gesehen nahe der Sonne steht. Die Umlaufbahn des Mondes um die Erde gegenüber der Ekliptikebene ist um etwa fünf Grad geneigt. Dadurch verdeckt der Erdtrabant durchschnittlich zweimal pro Jahr zumindest teilweise die Sonnenscheibe. Die Sonnenfinsternis ist dann allerdings nicht überall auf der Erde zu sehen.
Totale Finsternis auf Mallorca
Als totale Sonnenfinsternis wird die Eklipse am Mittwoch, 12. August, beginnend an der Nordküste Sibiriens über den Arktischen Ozean bis nach Ostgrönland und den westlichsten Teil Islands bis nach Spanien zu sehen sein. Sie endet bei den Balearen, wo auf Mallorca die Totalität knapp vor Sonnenuntergang eintritt. In Österreich wird der Mond in den Abendstunden des 12. August fast 90 Prozent der Sonne bedecken. Wenn der Himmel nicht stark bewölkt ist, ist das Naturschauspiel gut zu beobachten.
Stärkste Verfinsterung seit 1999
„Das ist die stärkste Verfinsterung seit dem 11. August 1999, als in weiten Teilen Österreichs eine totale Finsternis zu sehen war“, sagte der Chef der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA), Alexander Pikhard. Die Eklipse wird um 19.22 Uhr (Wien) beginnen und ihr Maximum um 20.13 Uhr im Sonnenuntergang erreichen. „Das bedeutet, dass typische Erscheinungen eines solchen Ereignisses, wie das fahle Finsternislicht und die spürbare Abkühlung, nicht so markant wahrgenommen werden können“, sagte Pikhard.
Die Neumondphase schafft auch Bedingungen, um in den Nächten rund um die Sonnenfinsternis Sternschnuppen zu sehen. In der Nacht auf den 13. August wird der Meteorstrom der Perseiden sein Maximum erreichen. Die Erde kreuzt jedes Jahr Mitte August die Staubspur, die der Komet Swift-Tuttle auf seiner Bahn hinterlässt. Wenn diese Staubpartikel mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen, verglühen sie dort und rufen in der Luft Leuchteffekte hervor. Der Name des Meteorstroms kommt daher, weil es so aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen.
Mondfinsternis am 28. August
Nur zwei Wochen nach der Sonnenfinsternis wird es in der Morgendämmerung des Freitags, 28. August, eine partielle Mondfinsternis geben. Diese wird hierzulande teilweise zu sehen sein. Der Mond geht während der partiellen Verfinsterung unter. Dieses Naturschauspiel wird um 4.34 Uhr beginnen, das Maximum wird um kurz nach 6 Uhr erwartet.
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