30 Tote, 70 Verletzte
Lokal in Bangkok hatte keinen Brandschutz
Am späten Sonntagabend war ein Feuer in einem Lokal in Bangkok ausgebrochen, als gerade eine Band gespielt hatte. Die Zahl der Toten ist je nach Angaben inzwischen auf 32 beziehungsweise 30 gestiegen. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt, etwa 20 davon schwer.
Wie berichtet, flüchteten zahlreiche Gäste des Pubs Rong Beer Na Ladprao in den hinteren Teil des Gebäudes, in die Nähe der Toiletten. Dort fanden sie aber kein Entkommen. Laut dem thailändischen Innenministerium war ein Fluchtweg an der Rückseite des Lokals durch einen Süßwarenstand blockiert. Ein weiterer Notausgang war mit einem Schild „Nicht öffnen (nur für Personal)“ gekennzeichnet, was für Verwirrung gesorgt haben dürfte.
Laut der Polizei hatte ein Notausgang auch keinen Türgriff und sei zusätzlich durch Regale blockiert worden, sodass nur ein schmaler Durchgang blieb. Die Ermittlerinnen und Ermittler vermuten außerdem, dass dichter Rauch und der Stromausfall den Menschen die Orientierung nahmen. Sie untersuchen aktuell auch Berichte, laut denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ausgänge geschlossen haben sollen, um zu verhindern, dass Gäste das Pub verlassen, ohne ihre Rechnung zu bezahlen. Eine Bestätigung gibt es dafür bisher nicht.
Kurzschluss als Auslöser?
Die Behörden prüfen derzeit außerdem, ob das Lokal rechtmäßig als Vergnügungsstätte betrieben wurde. Nach ersten Erkenntnissen lag nur eine Genehmigung als Restaurant mit Livemusik vor. Ob unerlaubte Umbauten vorgenommen wurden oder Versäumnisse bei Genehmigungen oder Kontrollen zu der Katastrophe beigetragen haben, ist bisher unklar.
Der Brand könnte durch einen Kurzschluss an einer Klimaanlage über der Decke ausgelöst worden sein. Die Flammen breiteten sich laut den Behörden deshalb rasch aus, weil im Gebäude und bei der Inneneinrichtung keine feuerhemmenden Materialien verwendet wurden. Die „Bangkok Post“ berichtete von 32 Toten, andere thailändische Medien von 30.
Parallelen zu Crans-Montana
Der Vorfall erinnert an die Brandkatastrophe von Crans-Montana am 1. Jänner 2026 in der Bar Le Constellation. Dabei kamen 41 Menschen ums Leben, 115 weitere wurden verletzt, die meisten davon schwer. Auch in diesem Fall gibt es Vermutungen, dass die Brandschutzvorgaben nicht eingehalten wurden











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