Sänger: „Meine Schuld“

Fluchtwege bei Inferno in Bar in Bangkok blockiert

Ausland
13.07.2026 14:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem Flammeninferno in einer Bar in der thailändischen Hauptstadt Bangkok mit 27 Toten kommen immer mehr Details über das Unglück ans Licht. Offenbar war der Notausgang blockiert. Zudem machte der Sänger der Band, die in der Unglücksnacht auftrat, eine mysteriöse Aussage. Er erklärte: „Es ist meine Schuld.“

Neben den Dutzenden Todesopfern wurden auch 73 Menschen verletzt – 25 davon mussten intensivmedizinisch behandelt werden. „Das Feuer hat sich sehr schnell ausgebreitet und die Decke erreicht“, sagte der Gouverneur von Bangkok, Chadchart Sittipunt. Die starke Rauchentwicklung in dem Lokal namens „Rong Beer Na Lat Phrao“ sei „wahrscheinlich der Hauptgrund für die Todesfälle“ gewesen.

Ein Video vom Unglücksort, dessen Echtheit von der Nachrichtenagentur AFP verifiziert wurde, zeigte Menschen, die am späten Sonntagabend schreiend aus der Bar rannten. Bei einigen brannte die Kleidung, aus dem Ausgang schlugen Flammen.

Viele Leichen wurden in den Toiletten gefunden
Mehrere Opfer wurden in der Nähe des Notausgangs gefunden. Dies könnte nach Angaben der Ermittler darauf hinweisen, dass der Ausgang blockiert war. Laut Polizeichef Kitrat Panphet wurden die meisten Leichen in den Toiletten gefunden. Weil es kein Licht gegeben habe, als der Brand ausgebrochen sei, seien die Gäste in Panik geraten.

Sänger räumte „Schuld“ ein
Die Ursache für den Brand ist noch vollkommen unklar. Der Leadsänger der Band Totsakan, die an diesem Abend auftrat, erklärte gegenüber „The Taiger“: „Es ist meine Schuld.“ Was er damit genau meinte, ließ er offen. Der Musiker überlebte, weil er während des Auftritts die Toilette aufsuchte, erklärte er. „ch bin in Sicherheit. Vielen Dank an alle für eure Anteilnahme. Aber mein Handy und all meine persönlichen Sachen sind verbrannt. [...] Mir geht es im Moment psychisch wirklich nicht gut“, so Chaichana.

Als mögliche Brandursachen würden die Elektrik des 50 Jahre alten Gebäudes und die Innenausstattung untersucht. Der Eigentümer des Lokals befindet sich nach dem Inferno auf der Intensivstation – er soll noch zu dem Unglück befragt werden. Die Regierung Thailands kündigte an, dass Angehörige von Todesopfern jeweils 300.000 Baht (7900 Euro) erhalten sollen. Die Verletzten könnten bis zu 80.000 Baht vom Staat bekommen.

Überlebender:„Es herrschte Chaos“
„Ich habe laute Schreie von vielen Menschen im Inneren gehört“, sagte der laotische Tourist Kan Kutirat, der in der Bar ein Bier getrunken hatte, als er Rauch bemerkte. „Es herrschte Chaos.“ Der Motorrad-Taxifahrer Surin Jaiharn sagte: „Ich habe viele Tote gesehen, und ich weiß nicht, was mit den Leuten passiert ist, denen ich geholfen habe“. Der 45-Jährige hatte demnach bei fünf Menschen mit Tüchern die Flammen gelöscht, die ihre Kleidung erfasst hatten.

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