Die Warteliste in der Steiermark auf einen Betreuungsplatz ist auch zu Ferienbeginn noch lang. Die Zeit bis zum neuen Betreuungsjahr im Herbst wird immer knapper. Das Land gibt sich „zuversichtlich“.
Das Bangen um einen Betreuungsplatz in der Steiermark ist groß. Mitte März hatten rund 80 Prozent der Familien einen Platz für Kindergarten oder Krippe bekommen. Die Warteliste wäre kürzer als im Vorjahr, erklärte der zuständige Bildungslandesrat Stefan Hermann (FPÖ) damals. Doch fast 2600 Familien mussten dennoch warten. Auch jetzt zu Ferienbeginn stehen immer noch 2129 steirische Kinder auf der Warteliste.
Größter Bedarf in Graz
Doch wie kann das sein? „Das hat auch damit zu tun, dass immer noch Kinder neu im Portal angemeldet werden, wie man anhand der Steigerung der allgemeinen Vormerkungen sieht“, heißt es aus dem Büro des blauen Bildungslandesrats.
Das Problem ist übrigens kein rein städtisches. Die meisten Kinder bzw. Familien warten zwar eindeutig in der Landeshauptstadt Graz auf einen Platz (991), aber auch in Graz-Umgebung sind es 295, in Bruck-Mürzzuschlag 165, im Murtal 141 oder etwa 100 Kinder in Weiz.
Ablehnungen, wenn Kriterien nicht erfüllt sind
16.031 Kindern wurde bisher ein Platz zugewiesen. 699 Familien wurden abgelehnt. Das liegt daran, dass Kriterien nicht erfüllt wurden (Berufstätigkeit, Wohnort etc.). Im Büro Hermann ist man „zuversichtlich“, dass die Warteliste bis Herbst noch abgearbeitet wird.
Für die betroffenen Familien heißt das so kurz vor dem neuen Betreuungsjahr aber viel Geduld beweisen zu müssen. Die Steiermark kämpft seit Jahren mit einem Platzproblem. Die Neos kritisieren stets, dass das Bundesland im Österreich-Vergleich weit zurückliege.
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