Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in der steirischen Landeshauptstadt ist ungebremst hoch. Im Herbst sollen neue Plätze geschaffen werden. Trotz des Ausbaus ist die Misere nicht vorbei.
Sieben neue Gruppen in Kindergärten und eine neue Krippengruppe will der Grazer Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) im Herbst 2026 schaffen, beschlossen werden soll das im kommenden Gemeinderat.154 Plätze wären das. Das Geld dafür fehlt eigentlich, der Ausbau ist aber dringend notwendig.
Hohensinner muss aus dem eigenen Budgettopf schöpfen. „Wir haben gesagt, die Kinderbetreuung hat oberste Priorität, daran halten wir uns.“ Mit 300.000 Euro schlagen die neuen Plätze heuer von Herbst bis Weihnachten zu Buche – „im nächsten Jahr ist das natürlich noch viel mehr“. Eingespart werden muss nun in anderen Bildungsbereichen, etwa bei der
Schulautonomie oder Instandhaltung von Gebäuden.
Ohne Ausbau und Aussetzen der Gruppenabsenkung wäre die Entwicklung katastrophal.
Kurt Hohensinner, Grazer Stadtrat für Bildung
„Das ist leider schmerzlich, doch wir haben keinerlei zusätzliche Mittel von Kahr und der Koalition bekommen“, schießt Hohensinner gegen die KPÖ-Bürgermeisterin und Vize Judith Schwentner (Grüne).
Ohne weiteren Ausbau wird's eng
Graz erreiche laut dem ÖVP-Chef im Herbst sogar ein leichtes Plus im Versorgungsgrad. Geholfen habe auch, dass das Land die Kindergartengruppen im nächsten Jahr nicht verkleinert. Mit 91,3 Prozent Versorgungsgrad ist die Not aber lange nicht vorbei: „Ohne Maßnahmen wäre die Entwicklung katastrophal!“
Der Ausbau müsse weiter voranschreiten und von der Rathauskoalition gefördert werden, damit man nicht auf unter 90 Prozent falle, appelliert der Politiker. Außerdem berge das geplante zweite Pflichtkindergartenjahr Herausforderungen. Ein kleiner Lichtblick: Beim Kindergartenpersonal herrscht derzeit ein wenig Entspannung.
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