Urlauber können helfen
Sensations-Fund: Seltenes Tier wieder im Gardasee
Unzählige Urlauber fahren jedes Jahr an den Gardasee in Italien. Wer heuer am größten See des Landes entspannt, könnte neue Wasserbewohner entdecken. Es ist nämlich ein Tier an den See zurückgekehrt, das schon fast als ausgestorben galt – Urlauber können ihren Teil dazu beitragen, dass es auch da bleibt.
In der Nähe von Brenzone am Ufer des Gardasees haben Taucher der Umweltschutzorganisation WWF eigentlich nach invasiven Tierarten gesucht – stattdessen fanden sie aber Flusskrabben, die jahrzehntelang fast verschwunden waren, wie der WWF Bergamo-Brescia berichtet.
Die Gemeine Flusskrabbe ist am Gardasee heimisch und lange lebten auch sehr viele Exemplare dort. Doch durch Wasserverschmutzung, illegale Fischerei und die Zerstörung ihres Lebensraumes schrumpfte die Population immer mehr zusammen. Inzwischen steht die Tierart sogar auf der Roten Liste von IUCN als „potenziell gefährdete Art“.
Dass es wieder Flusskrabben am Gardasee gibt, ist eine gute Nachricht für das Ökosystem. Die Schalentiere ernähren sich nämlich von der invasiven Zebramuschel, die sich in den 1980er-Jahren extrem stark im Gardasee ausgebreitet hat.
„Die Rückkehr der Flusskrabbe in den Gardasee ist ein Zeichen der Hoffnung. Wenn sich die Natur ihren Raum zurückerobert, bedeutet das, dass ihr Schutz möglich ist“, freut sich Paolo Zanollo vom WWF gegenüber dem Portal Il Dolomiti.
Besucher können mithelfen
Der WWF bittet jetzt die Besucher des Gardasees, dabei mitzuhelfen, dass die Krabbe möglichst friedlich dort leben kann. Wer die Tiere entdeckt, soll sie auf keinen Fall berühren oder einfangen, das sei „strengstens verboten“. Man könne aber Fotos oder Videos davon machen und dem WWF oder den Behörden schicken – so will man mehr darüber herausfinden, wo und wie die Krabben am See leben.










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