Seltenes Naturereignis
Gardasee atmet nach 20 Jahren wieder tief durch
Wetterextreme, Hitzewellen, lange Dürreperioden: Der Klimawandel setzt den empfindlichen Ökosystemen in den Alpen schwer zu. Sprichwörtlich aufatmen dürfen nun aber alle Italien-Fans, denn am Gardasee hat ein Naturereignis stattgefunden, das seit 20 Jahren nicht mehr stattfand. Verantwortlich dafür ist in erster Linie der Nordwind.
In den vergangenen Wochen fegten heftige Nordwinde über das Naturjuwel im Trentino und sorgten für einen ökologischen Neustart, wie italienische Medien berichten. Das Wasser im mehrere Hundert Meter tiefen See konnte so stark zirkulieren, dass es sich vollständig durchmischte.
Lebenswichtiges Ereignis für das Ökosystem
Sauerstoffreiches Wasser sackte ab, während das nährstoffreiche Tiefenwasser aufstieg. Ein völlig natürlicher Vorgang, der für das ökologische System von enormer Bedeutung ist. Fische und Mikroorganismen benötigen ihn schlicht zum Überleben, die an die Oberfläche gestiegenen Nährstoffe und Spurenelemente sind wichtig für die Nahrungskette und helfen ebenfalls, den See gesund zu halten.
Kälte und Wind für Austausch nötig
Unter normalen Umständen durchmischt sich das Wasser in tiefen Seen wie dem Gardasee nur teilweise. Für einen kompletten Austausch benötigt es zusätzlich zu starkem Wind auch niedrige Temperaturen und weitere Nebenfaktoren. Nur dann gleicht sich die Temperatur in den verschiedenen Schichten aus. Am ehesten sind diese Bedingungen im Frühjahr und im Herbst gegeben.
In einem Ausmaß wie dem aktuellen kam dies zuletzt 2006, also vor 20 Jahren, vor. Nun scheint die Vitalität des auch bei Österreichern sehr beliebten Urlaubszieles gesichert.
Ein Ereignis wie dieses würde auch anderen Alpenseen guttun. Am Bodensee zum Beispiel konnte sich das Wasser im Winter nicht durchmischen, ein vollständiger Austausch wie am Gardasee passierte dort vor acht Jahren.









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