Friedrich Radlspäck – von allen nur Fritz genannt – ist seit 1. September des Vorjahres gemeinsam mit Kevin Friedl Landesgeschäftsführer der SPÖ Burgenland. Der Golser kann aber viel mehr.
Die politische Karriere von Fritz Radlspäck begann am 1. Juli 2000 als ihn der sich damals im Wahlkampf befindliche Hans Niessl als SPÖ-Bezirksgeschäftsführer nach Neusiedl am See holte.
Davor hatte der 1971er-Jahrgang wenig mit Politik am Hut. Nach der Matura war der gebürtige Neusiedler, der ab der dritten Klasse Volksschule mit seinen Eltern in Gols lebte, beim Bundesheer und verpflichtete sich sogar für ein Jahr, in dem er auch die Offiziersanwärterausbildung absolvierte. Ende Juni 1990 wechselte er an die Polizeischule in der Marokkanerkaserne in Wien. Anschließend war er Praxisausbildner für Polizeischule und arbeitete eineinhalb Jahre in der Observation.
„Mir war keine Sekunde langweilig“, gesteht er ein. „Ich habe meinen Job geliebt.“ Und warum dann der Wechsel in die Politik? Radlspäck lacht. „Es war eine Herausforderung“, ist die Antwort.
Im Dienste der jungen Menschen
Seine Leidenschaft und sein Engagement galt schon immer den jungen Leuten. So baute er die Sozialistische Jugend in Gols auf, leitete 2006/07 den Jugendwahlkampf bei der Nationalratswahl auf Bundeseben und war von 2001 bis 2005 der Landesvorsitzende der SJ und etliche Jahre auch stellvertretender Verbandsvorsitzender der SJ Österreich. Unter seiner Führung wurde der Verein Discobus aus der Taufe gehoben.
Neben vielen anderen politischen Ämtern vergaß Radlspäck aber nie seine Freunde. Bis heute ist er da, wenn einer von ihnen Hilfe braucht, denn für ihn ist sozial zu sein nicht nur ein Schlagwort, sondern ein Lebensstil.
Hobbys wie Sand am Meer
Fragt man ihn nach seinen Hobbys, braucht man Zeit. Denn u.a. ist er begeisterter Motorradfahrer, reist gerne, ist Schriftsteller und Hobbyhistoriker. Außerdem hat er nie aufgehört, zu lernen. Nachdem er zwei historische Bücher – „Nicht systemkonform – Menschen und Schicksale 1938- 1945“ und „Susanna Allacher“, ein Buch über eine Golser Widerstandskämpferin geschrieben hat, hat er auch noch Zeit zum Studieren.
Begonnen hat er damit 2018. Radlspäck absolvierte in Berlin eine Journalistenausbildung, ist Bachelor in Creative Media, welchen er über die London Metropolitan University auf Englisch gemacht hat, setzte dann noch den Master drauf und hat erst vor Kurzem den Master of Science in Coaching, Organisationsentwicklung und Personalentwicklung verliehen bekommen. Was kommt als Nächstes? Man weiß es nicht. „Jetzt einmal der Wahlkampf für die Gemeinderatswahlen 2027. Dann schauen wir weiter. Der Jammer ist nämlich, es gibt kaum etwas, das mich nicht interessiert.“
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