Ein Streit mit ihrem Vermieter hätte für eine 51-Jährige beinahe tödlich geendet: Ein 68-jähriger Deutscher soll die Mitarbeiterin in einem Büro in Klagenfurt mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und anschließend versucht haben, sie mit einem Feuerzeug anzuzünden. Nur weil dieses nicht funktionierte, blieb der Frau wohl Schlimmeres erspart.
Der geschockten Frau gelang es, mit leichten Blessuren zu flüchten und die Polizei zu alarmieren, bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt den Vorfall, über den die „Kleine Zeitung“ zuerst berichtet hatte.
Unfassbare Begründung
Die 51-Jährige alarmierte die Polizei, woraufhin sie den Mann festnahm. In seiner ersten Einvernahme habe der Deutsche als „Begründung“ für seine Tat angegeben, dass er „sich nicht verstanden fühlte“ und er eine Klärung seiner Wohnungssituation wollte.
Über den Mann wurde inzwischen die Untersuchungshaft verhängt, gegen ihn wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Der 68-Jährige befand sich in der Justizanstalt Klagenfurt, zuvor soll er laut ORF Kärnten in der Psychiatrie aufhältig gewesen sein.
Angriff dürfte geplant gewesen sein
Der Angriff dürfte nach ersten Ermittlungen geplant gewesen sein, hieß es von der Anklagebehörde. Der Mann habe die brennbare Flüssigkeit zum Treffen mitgebracht. Ebenso wie das Feuerzeug, das er selbst „verfeinert“ habe. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Deutsche sein Opfer anzünden wollte und so dessen Tod in Kauf nahm. Nach der Festnahme wurden in der Wohnung des Mannes zudem unter anderem Sprengmittel und Waffen gefunden.
Streit wegen Wohnung
Zwischen dem 68-Jährigen und seinem Vermieter soll es schon seit einiger Zeit Streit gegeben haben. Offenbar reklamierte der 68-Jährige angebliche Mängel in seiner Wohnung und wollte andererseits eine (vorzeitige) Verlängerung seines Mietvertrags. Der Mann ging letztlich am 29. Juni in der Früh zum Büro des Vermieters, um die Angelegenheit mit diesem zu klären. Dort traf er dann aber nur auf dessen Mitarbeiterin.
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