Hitler-Bilder und Co.

„Jeden Sch*** posten“: Wieder Chat-Skandal bei GPA

Österreich
11.07.2026 15:24

Porno-Witze und Rassismus: Nach dem ersten Skandal sorgen nun weitere Nachrichten aus der Gewerkschaftsjugend-Gruppe für Entsetzen. Bei einer Tagung soll zu „schwarzem Humor“ aufgerufen worden sein.

Die Chat-Affäre innerhalb der Gewerkschaft GPA zieht immer weitere Kreise. Nachdem – wie berichtet – kürzlich ein interner Chat mit sexistischen und menschenverachtenden Inhalten für Empörung gesorgt hatte, liegen der „Krone“ nun Screenshots einer weiteren Whats-App-Gruppe aus Oberösterreich vor. Diese wurde laut „Krone“-Informationen im April 2023 im Rahmen einer Tagung der GPA-Jugend Oberösterreich im Hotel Aichinger in Nussdorf am Attersee eingerichtet. Eigentlich sollte sie der Organisation der Veranstaltung dienen – stattdessen entwickelte sie sich offenbar zu einem Sammelsurium an geschmacklosen und diskriminierenden Inhalten.

„Schwarzer Humor ist immer willkommen“
Besonders brisant: Die damalige GPA-Jugendsekretärin – sie wurde nach dem ersten Skandal entlassen – schrieb: „Natürlich könnt ihr jeden Scheiß hier posten. Schwarzer Humor ist immer willkommen.“ Kurz darauf wurden zahlreiche Memes geteilt: Unter anderem ein Hitler-Meme mit Holocaust-Bezug, rassistische Beschimpfungen, homophobe Beleidigungen, sexualisierte Bilder und weitere diskriminierende Inhalte.

(Bild: Krone KREATIV/zVg)
(Bild: Krone KREATIV/zVg)
(Bild: Krone KREATIV/zVg)

Datenforensiker soll GPA-Handys durchforsten
Die Gewerkschaft betont gegenüber der „Krone“ nichts von der Gruppe gewusst zu haben, und: „Wir haben einen Datenforensiker beauftragt, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten das Diensthandy unserer ehemaligen Mitarbeiterin nach weiteren Informationen zu durchforsten.“ Derzeit gebe es „keinen Hinweis, dass weitere GPA-Beschäftigte beteiligt waren“.

Für FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz ist der neuerliche Fund ein weiterer schwerer Imageschaden für die Gewerkschaft: „Die GPA-Jugend offenbart ein Weltbild, das einfach nur skandalös ist“. Er fordert nun politische Konsequenzen: „Was sagen GPA-Chefin Barbara Teiber und SPÖ-Chef Andreas Babler zu diesem Skandal? Herr Babler, Frau Treiber: Treten Sie zurück!“.

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