Khamenei beerdigt
„Nur der Tod von Trump wird den Schmerz lindern“
Mehr als vier Monate nach seiner Tötung ist Irans früherer oberster Führer Ajatollah Ali Khamenei am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes unter Ausschluss der Öffentlichkeit beerdigt worden. Zuvor war der Sarg Khameneis massenhaft von Trauernden begleitet worden. Am Rande des Trauerzuges wurden Rachegelüste geäußert.
„Nur der Tod von Trump und (dem israelischen Regierungschef Benjamin) Netanyahu wird unseren Schmerz lindern. Es sollte überhaupt keine Kompromisse geben“, erklärte eine 35 Jahre alte Hausfrau mit Blick auf das im Juni geschlossene Rahmenabkommen für ein Ende des Krieges. Zum Tod von Khamenei fügte sie hinzu: „Der Verlust unseres Führers ist schwerer als der unserer Eltern.“
„Blut wird fließen“
„Alle Menschen hier wollen Rache“, sagte der Geschäftsbesitzer Mohammed Afsharian. „Ich weiß nicht, wie das mit der Diplomatie weitergehen soll und welche Politik dahintersteht, aber alle Menschen hier tragen rote Fahnen, weil sie Rache wollen.“ Wenn Trump ein Abkommen verhandeln wolle, „muss er uns Netanyahu ausliefern“, forderte Afsharian.
An einem Hotel mit dem Namen „Miami“ war ein riesiges Plakat zu sehen, auf dem ein Kopfgeld auf US-Präsident Donald Trump ausgesetzt wurde, nahe dem Beisetzungsort war auf einem Banner „Kill Trump“ zu lesen. Auf einem weiteren Schild stand: „Blut wird fließen.“
Israel warnte Trump vor Mordkomplott
Der US-Staatschef hat auf dem Rückflug vom NATO-Gipfel in Ankara nicht wie erwartet die neue Air Force One benutzt und damit Spekulationen über Sicherheitsrisiken angeheizt. „Ich bin die Nummer eins auf der Todesliste des Irans“, sagte er später. In diesem Zusammenhang berichteten das „Wall Street Journal“ und der Nachrichtensender CNN auch von iranischen Plänen zur Ermordung Trumps. Israel habe das Weiße Haus darauf aufmerksam gemacht, hieß es. Die US-Regierung habe derlei Warnungen zuletzt häufig erhalten, wie CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichtete. Die Warnung aus Israel sei aber neu und habe auch einen konkreten Anschlagsplan beinhaltet. Details wurden nicht genannt.
Khameneis Sohn fehlte auch bei Trauerfeierlichkeiten
Khamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Mehr als fünf Wochen führten die USA und Israel daraufhin Krieg gegen den Iran, bis Anfang April eine Waffenruhe vereinbart wurde. Es kam trotz der Waffenruhe und einem Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges aber auch danach mehrfach zu gegenseitigen Angriffen.
Mit Khamenei wurden auch mehrere ebenfalls bei dem Angriff am 28. Februar getötete Angehörige beigesetzt, darunter seine Tochter und seine 14 Monate alte Enkeltochter sowie die Frau seines Sohnes Mojtaba, der zu seinem Nachfolger als oberster Führer ernannt wurde. Mojtaba Khamenei wurde iranischen Angaben zufolge bei dem Angriff verletzt und ist seither nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden – auch nicht während der Trauerfeierlichkeiten!










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