Ein Bericht in der „Krone“ über eine Schwangere, die keinen Frauenarzt fand, regte auf, woraufhin sich eine Frauenärztin sofort zu Wort und Tat meldete. „Ich übernehme die Patientin sehr gerne“, springt Doris Steiger-Bauer sofort ein. Das Problem fehlender Kassenarztpraxen ist dennoch nicht gelöst.
Es ist ein bisschen, wie die Nadel im Heuhaufen zu finden: Die Suche nach einem Arzt wird oft zum Problem – wie für jene schwangere Frau nach einem Umzug nach Leonding in Oberösterreich (die „Krone“ berichtete). „Das kommt leider sehr häufig vor, aber dass niemand gefunden wird, hätte ich mir nicht gedacht“, so Doris Steiger-Bauer.
„Schwangerschaft sollte nicht von unnötigem Stress geplagt werden“
Die Situation tue ihr leid: „Weil man im Durchschnitt nur 1,4 Kinder bekommt, sollte eine Schwangerschaft eine schöne Zeit sein und nicht von unnötigem Stress geplagt werden“, fügt die Fachgruppenobfrau der niedergelassenen Ärzte im Bereich Gynäkologie und Frauenheilkunde hinzu. Gerade bei einem Umzug in ein anderes Bundesland könne die Suche nach einem neuen Frauenarzt schwierig werden. Dabei sei Zeit ein wesentlicher Faktor.
Nicht eingehaltende Zeiten führen zu Kürzungen
„Der Eltern-Kind-Pass gibt strikte Zeiträume vor, in denen die Untersuchungen erfolgen müssen. Wenn diese nicht wahrgenommen werden, kann es zu Kürzungen bei den Leistungen kommen“, so Steiger-Bauer. Für jene werdende Mutter, die sich an die „Krone“ wandte, hat sie eine klare Botschaft: „Ich übernehme die Patientin sehr gerne. Meine Kollegen arbeiten bis zum Anschlag und sind bemüht, alle zu versorgen. Falls das aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, werde ich einspringen.“
Viertagewoche als Anreiz für Kassenärzte?
Denn der Gang zum Wahlarzt ist finanziell nicht für jede Frau machbar. Um mehr Ärzte für einen Kassenvertrag zu gewinnen, brauche es neue Anreize. „Eine Viertagewoche als Zuckerl im Vertrag eines Kassenmediziners wäre ein Anreiz. Dadurch würden vielleicht wieder mehr Kollegen einen Kassenvertrag übernehmen.“
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