Gratisproben

Berliner Polizei warnt vor „Drogen im Briefkasten“

Ausland
07.07.2026 19:34

Aufkleber und Flyer mit QR-Codes gibt es schon länger, doch nun haben Drogendealer in Berlin offenbar eine neue Vertriebsmethode für sich entdeckt: Drogen im Briefkasten!

Bunte Kärtchen mit Werbung für unterschiedliche Suchtgifte sind zuletzt in mehreren Berliner Postkästen aufgetaucht. Dealer seien auf der Suche nach neuer Kundschaft, erklärt die Polizei und warnt auf Facebook mit einem Foto von so einer kriminellen Sendung. Darunter schreibt die Exekutive: „Achtung: Was Sie hier sehen, sind weder Kaugummis noch Bonbons oder andere Süßigkeiten. Es sind Drogen, die aktuell in Briefkästen in Berlin verteilt werden.“ 

In diesen Päckchen mit bunten Symbolen befinden sich laut Polizei Gratisproben mehrerer Drogen.
In diesen Päckchen mit bunten Symbolen befinden sich laut Polizei Gratisproben mehrerer Drogen.(Bild: Screenshot facebook.com/PolizeiBerlin)

Polizei: „Eltern sollten besonders vorsichtig sein“
Auf dem Päckchen mit den Gratisproben befinden sich bunte Symbole und von der Polizei unkenntlich gemachte Kontaktmöglichkeiten. „Aufgrund ihrer bunten Aufmachung sprechen die Päckchen leider auch Kinder an. In den Päckchen befinden sich Ketamin, Kokain, Ecstasy, Haschisch, 3-MMC oder Marihuana (...) Eltern sollten deshalb aktuell besonders vorsichtig sein und uns so schnell wie möglich informieren“, lautet der Aufruf der Polizei. Empfänger solcher Sendungen sollen unter keinen Umständen die Päckchen öffnen, sondern die Behörden informieren, heißt es weiter.

Bunte Kärtchen mit Werbung für unterschiedliche Suchtgifte sind zuletzt in mehreren Berliner ...
Bunte Kärtchen mit Werbung für unterschiedliche Suchtgifte sind zuletzt in mehreren Berliner Postkästen aufgetaucht.(Bild: Erich Teister/etfoto – stock.adobe.com)

Seit einigen Jahren gibt es in deutschen Städten in der Nähe von Stadtlokalen bzw. auch in Wohngegenden Aufkleber und Flyer mit QR-Codes auf. Werden diese gescannt, landet man in Chatgruppen oder Messengerkanälen, wo man offenbar die Bestellungen abwickeln kann.

Gefährlicher „digitaler Straßenmarkt“
Europäische Sicherheitsbehörden beschreiben diese Entwicklung als eine Art „digitalen Straßenmarkt“. Während die Dealer weniger Straßenkontakte zu ihren Kunden benötigen und auch die Lieferungen schneller und flexibler gestaltet werden können, wird die Präventionsarbeit für Behörden zunehmend schwieriger. Besonders wird befürchtet, dass Jugendliche mit solchen Aktionen leichter geködert werden könnten.

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