331 Mio. Konsumenten
UNO verzeichnet beispiellosen Anstieg neuer Drogen
Die globalen Drogenmärkte befinden sich in rasantem Wandel. Das UNO-Drogenbüro UNODC hat einen „beispiellosen Anstieg“ verzeichnet. Einige der neuen Suchtmittel sind „wirksamer oder gefährlicher als zuvor“. 331 Millionen Menschen nehmen Drogen, am häufigsten wird Cannabis konsumiert.
Drogenhersteller entwickeln ständig neue synthetische Drogen, um Vorschriften zu umgehen und nicht entdeckt zu werden, betont das UNDOC. Bei Beschlagnahmungen im Jahr 2024 wurden fünfmal so viele Drogenarten gefunden wie vor dem Jahr 2000.
Die Zahl der neuen psychoaktiven Substanzen (NPS), die auf den Drogenmärkten im Umlauf waren, erreichte die Zahl 755, wobei 118 dieser Substanzen 2024 erstmals gemeldet wurden.
331 Millionen Menschen nehmen Drogen
Schätzungsweise 331 Millionen Menschen weltweit haben im Jahr 2024 Drogen konsumiert, das entspricht 6,2 Prozent der Weltbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren. 2014 waren es noch 5,2 Prozent.
„Gras“ führt Ranking an
Cannabis ist mit 256 Millionen Konsumenten im Jahr 2024 mit Abstand die am weitesten verbreitete Droge – die Zahl der Konsumenten ist im vergangenen Jahrzehnt um 40 Prozent gestiegen. Opioide (63 Millionen), Amphetamine (32 Millionen), Kokain (25 Millionen) und Ecstasy (21 Millionen) liegen auf den Folgeplätzen. Bei Kokain könnte das wachsende Angebot die Nachfrage bald übersteigen.
Die zunehmende Verfügbarkeit neuartiger synthetischer Opioide wie Fentanyl, Nitazen und Orphin auf dem Markt deutet laut UNDOC darauf hin, dass Drogenhändler nach Alternativen zu Heroin suchen.
Der Methamphetaminmarkt ist zudem mittlerweile global – neue Schmuggelrouten und die Ausbreitung der Produktion haben neue Märkte für die Droge geschaffen, insbesondere im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und Teilen Europas. Die Beschlagnahmungen steigen durchschnittlich um 13 Prozent pro Jahr.










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