Antiserum als Rettung
Extreme Vergiftung: Kind von Kreuzotter gebissen
Für die Ärzte in einem Krankenhaus im bayerischen Deggendorf hieß es zuletzt: Schnell handeln! Nachdem ein kleines Kind von einer Kreuzotter gebissen worden war, wies es schwere Vergiftungserscheinungen auf. Nur ein Gegengift konnte das Kind noch retten.
Nach einem Schlangenbiss litt das Kind unter Kreislaufproblemen, niedrigem Blutdruck und einer starken Schwellung des Beins. Um es zu retten, wurde sogar ein Gegengift eingeflogen.
„Solche Einsätze äußert selten“
Auf Instagram teilte die ADAC-Luftrettung, dass die Crew des Rettungshubschraubers „Christoph1“ aus Harlaching ein Antiserum aus der Toxikologie des TUM Klinikums Rechts der Isar in München nach Deggendorf geflogen hatte. „Diese Einsätze sind in der Luftrettung sehr selten“, hieß es in dem Posting weiter.
„Keine Zeit zu verlieren“
„Da keine Zeit zu verlieren war, wurde das Medikament per Hubschrauber von München nach Deggendorf geflogen“, schrieb die Luftrettung. Der beherzte Einsatz hat sich ausgezahlt: „Durch den schnellen Transport des Gegengifts konnte dem Kind rasch geholfen werden.“
Schwere Verläufe sind selten
Kreuzotterbisse sind selten. Im Donauisar Klinikum Deggendorf werden laut einer Sprecherin ein oder zwei Fälle pro Jahr behandelt. Dabei sei zunächst die medizinische Überwachung und eine angemessene Schmerztherapie wichtig, wie „BR24“ berichtete. Schwere Verläufe seien selten, es könne dabei – wie bei dem kleinen Kind – zu Kreislaufproblemen, Atembeschwerden oder Gerinnungsstörungen kommen.
Gegengift nur bei Notfällen
Nur im Ernstfall werde ein Antiserum verabreicht. Es könne zu allergischen Reaktionen kommen, weshalb Ärzte mit der Gabe solcher Medikamente zurückhaltend sind. Je früher ein Antiserum verabreicht werde, desto besser wirke es, so die Sprecherin des Klinikums.









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