Rätselhafte „Infusion“

Warum zwei tote Bäume weiter gegossen wurden

Oberösterreich
07.07.2026 10:00

Drei junge Bäume sollten die Pichlinger Straße grüner machen. Doch statt kräftig auszutreiben, passierte genau das Gegenteil. Zwei der Neupflanzungen zeigen bis heute kein Lebenszeichen. Was danach geschah, sorgt bei Anrainern für Kopfschütteln – und wirft die Frage auf, warum man an den beiden Gehölzen offenbar trotzdem noch festhielt.

Sie sollten die Pichlinger Straße in Linz grüner machen – geworden sind sie zum Sinnbild einer missglückten Pflanzung. Drei junge Bäume setzte die Stadt im Frühjahr entlang der Straße. Schon damals äußerten Anrainer Zweifel. Die Gehölze seien bei frostigen Temperaturen längere Zeit wurzelnackt beziehungsweise nur mit Ballen am Straßenrand gelegen. Die Frage lautete: Überstehen die das überhaupt?

Wassersäcke ohne Wirkung
Die Antwort folgte wenige Wochen später. Die Bäume trieben nicht aus, zwei von ihnen stehen bis heute kahl und offenbar abgestorben am Straßenrand. Kurios: Statt die toten Bäume auszutauschen, versah die zuständige Magistratsabteilung Stadtgrün die kahlen Stämme mit Wassersäcken – gewissermaßen eine Infusion für Pflanzen.

Das Problem: Was tot ist, wird durch Wasser nicht wieder lebendig. Bei Anrainern sorgte das eher für Kopfschütteln. Denn intensive Bewässerung ist nach einer Neupflanzung zwar sinnvoll – allerdings nur, solange der Baum überhaupt noch lebt.

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