Wetter-Wahnsinn
Tornados und schlimme Fluten: Südchina in Notlage
Durch Gewitter und starke Stürme sind in Zentral- und Südchina mindestens 15 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt worden. Aus einigen Regionen wurden auch Tornados gemeldet.
In der südlichen Region Guangxi riefen die Behörden in der Hauptstadt Nanning die höchste Hochwasser-Alarmstufe aus, nachdem massive Regenfälle Dämme zum Bersten gebracht hatten. Durch den Regen brachen unter anderem Teile der Mauer eines Staudamms. Von CCTV verbreitete dramatische Videoaufnahmen zeigten, wie eine Flut aus schlammigem Wasser durch die zerborstene Betonstruktur bricht.
In der nordwestlichen Provinz Gansu kam es zu einem Erdrutsch. Laut dem Staatsfernsehen CCTV wurden 17 Menschen erfolgreich gerettet, 16 seien noch verschüttet. Die bergige Region des betroffenen Dorfes im Regionalkreis Tanchang ist anfällig für Naturkatastrophen. 2010 starben durch eine Schlammlawine im nahe gelegenen Zhugqu nach offiziellen Angaben über 1500 Menschen.
Noch keine Entwarnung
Wetterdienste warnten unterdessen vor weiteren enormen Regenfällen in verschiedenen Teilen des Landes. China ist außerdem in Alarmbereitschaft wegen des Supertaifuns „Bavi“, der sich über den Pazifik in Richtung Taiwan bewegt.
Staats- und Parteichef Xi Jinping ordnete laut dem staatlichen Fernsehsender CCTV umgehend „umfassende“ Rettungsmaßnahmen an. Durch die Unwetter sei es zu heftigen Überschwemmungen gekommen. Xi ordnete den Angaben zufolge an, „mit vollem Einsatz Notfall- und Rettungsmaßnahmen zu organisieren, Verletzte zu versorgen, betroffene Bewohner anderweitig unterzubringen sowie Katastrophenschutz- und Hilfsmaßnahmen wirksam auszuführen“.









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