Nach nur einem Tag

Bereits fünf Verletzte bei Stierhatz in Pamplona

Ausland
07.07.2026 10:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die umstrittene Stierhatz des diesjährigen San-Fermín-Festes in Pamplona hat bereits am ersten Tag Verletzte gefordert. Fünf Menschen erlitten vor allem Prellungen. Drei von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Trotz der fünf Verletzten sei das Fest bisher glimpflich abgelaufen. Schwere Verletzungen durch die spitzen, langen Hörner der Bullen habe es nicht gegeben, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Dienstag von der ebenso berühmten wie umstrittenen Veranstaltung.

Umstrittenes Fest
Das Fest zu Ehren des Stadtheiligen San Fermín hatte am Vortag begonnen und endet nächsten Dienstag. Täglich werden am Morgen sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und auch mehrere zahme Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt für die Stierkämpfe am späten Nachmittag bis in die Arena gejagt.

Bei den Mutproben der vorwiegend jungen Männer über die rund 825 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende Läufer verletzt. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, das letzte 2009.

Tierschutzorganisationen aus verschiedenen Ländern protestieren immer wieder gegen die Tradition:

„Mittelalterliche Tortur“
Auch dieses Jahr protestierten Tierschutzgruppen gegen die traditionsreiche Veranstaltung, die bereits seit 1591 stattfindet, inzwischen aber auch in Spanien umstritten ist. Tierschützer protestieren seit Jahren gegen das Stiertreiben. Sie sprechen unter anderem von „mittelalterlicher Tortur“. Trotzdem lockt das Fest weiter Tausende Besucher aus aller Welt an, die vor allem aus Europa, Australien, Asien und den USA kommen.

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