Der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Antonio Della Rossa zeigt sich anlässlich des „Krone“-Berichts zu neuen Amtsmissbrauchsvorwürfen gegen Bludenz-Bürgermeister Simon Tschann (ÖVP) besorgt und fordert eine rasche und lückenlose Aufklärung der im Raum stehenden Anschuldigungen.
Wie die „Krone“ jüngst öffentlich gemacht hat, wird gegen Tschann erneut wegen Amtsmissbrauchs ermittelt – und abermals steht der Verdacht im Raum, dass er im Zuge einer Baurechtsangelegenheit den gesetzlichen Bogen überspannt hat. Der SPÖ-Stadtparteiobmann von Bludenz und Nationalratsabgeordnete Antonio Della Rossa erachtet die wiederholten negativen Schlagzeilen als „echtes Problem“ für die Stadt.
Ein Bürgermeister als Stammgast im Gericht
Zwar betont Della Rossa, dass für Tschann die Unschuldsvermutung gelte, gleichzeitig verweist er aber darauf, dass der Stadtchef bereits zweimal wegen Amtsmissbrauchs verurteilt worden ist, wobei diese Urteile noch nicht rechtskräftig sind. Dass jetzt wieder gegen Tschann in einer ähnlichen Causa ermittelt werde, werfe Fragen zu dessen Amtsführung auf und erzeuge Verunsicherung.
Kein Vorbild für die Bürger
Als Bürgermeister sei Tschann nicht nur politischer Repräsentant, sondern in vielen Bereichen auch die oberste Behörde der Stadt. Die Bludenzerinnen und Bludenzer müssten sich darauf verlassen können, dass Entscheidungen im Rathaus korrekt und im Interesse der Stadt getroffen werden. Der Vorwurf des Amtsmissbrauchs betreffe den Kern des Vertrauens in die öffentliche Verwaltung, weshalb man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen könne, stellt Della Rossa klar. Die Menschen hätten schließlich ein Recht darauf, zu wissen, was Sache ist.
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