Am Mittwoch ist es endlich soweit, startet mit der Tour of Austria die größte Radsportveranstaltung des Landes. Mittendrinnen ist auch heuer wieder das „Team Vorarlberg“ – die stärkste heimische Continental-Equipe. Auch diesmal hat die Ländle-Crew mit dem 23-jährigen Kilian Feurstein wieder einen echten Lokalmatador in ihren Reihen. Und der hat sich für seine zweite Teilnahme gleich einiges vorgenommen.
„Letztes Jahr war es einfach nur cool einmal bei der Tour of Austria dabei zu sein“, erinnert sich der „Team Vorarlberg“-Profi Kilian Feurstein an seine Premiere im Juli 2025. „In Wahrheit ging es damals für mich aber einfach nur darum, zu überleben und irgendwie ins Ziel zu kommen.“ Was ihm als 16. der Jungprofi- und 66. der Gesamtwertung durchaus respektabel gelang.
Viertägiger „Überlebenskampf“ wartet
Und wie geht der Dornbirner seine zweite Tour of Austria, die am Mittwoch mit der 188 Kilometer langen Etappe von Graz nach Gamlitz in der Steiermark gestartet wird, an? „Eigentlich fast genauso! Die ersten vier Tage sind richtig hart. Für mich, wahrscheinlich zu hart“, erklärt der 23-Jährige. „Aber da haben wir andere in der Mannschaft, die dort glänzen können.“ Der Fokus des Ex-Mountainbikers liegt dafür auf dem Schlusstag, dem „Grande Finale“, dem Showdown auf der Wiener Ringstraße mit dem Ziel direkt vor dem Burgtheater.
Angriff auf der letzten Etappe
„Die letzte Etappe wäre sicher eine gute Möglichkeit für mich, auf ein gutes Ergebnis zu fahren“, sagt „Kili“, der dem fünften Teilstück über 109 Kilometer von Langenlois in die Bundeshauptstadt entgegenfiebert, wo es auf der Ringstraße direkt vor dem Burgtheater um den Tagessieg geht.
Dass der Youngster im Zielsprint schnell ist, hat er heuer schon bei der Oberösterreich-Rundfahrt bewiesen, wo er sich das Punktetrikot holen und die zweite Etappe gegen zahlreiche Fahrer aus Development Teams von World Tour-Mannschaften für sich entscheiden konnte. „Das war das erste Mal, dass es mir auf dieser Ebene so aufgegangen ist“, blickt Feurstein gerne auf den Etappensieg in Bad Schallerbach zurück. „Das hat mir nochmals Selbstvertrauen gegeben und gezeigt, dass ich es kann.“
Traum vom World Tour-Team
In seiner dritten Saison in Diensten der Rankler Continental-Équipe von Manager Thomas Kofler will er jetzt also auch bei der größten heimischen Radveranstaltung aufzeigen. Und in Zukunft? „Natürlich hat jeder Conti-Team-Fahrer das große Ziel, irgendwann den Sprung in ein Pro- oder sogar World Tour-Team zu schaffen“, verrät Kili. „Das ist auch bei mir so. Ich weiß aber auch, wie wenig Plätze es gibt und die ganzen Development Teams machen es nicht leichter. Aber vielleicht kommt mit guten Ergebnissen dann doch irgendwann ein Angebot.“
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