Halleiner Stadtfest

Schlammschlacht eskaliert: „Der Chef muss weg!“

Salzburg
07.07.2026 09:00

Es war ein unwürdiges Schauspiel, das Gastronomen in Hallein in Salzburg erleben mussten: Als am 28. Juni das Stadtfest startete, wurden Bauzäune direkt vor den Gastgärten zweier Gastronomen aufgestellt – blickdicht, mit schwarzer Folie. Dem Eklat geht eine anscheinend lange Geschichte voraus, wie eine Gastronomin schildert.

Die Revolte in Hallein gegen das Stadtfest hat sich zu einer Rebellion gegen den Geschäftsführer des Tourismusverbandes (TVB), Rainer Candido, ausgeweitet. Der Ausgangspunkt: Weil die beiden Wirte, Mandi Bhatti und Leo Bader von zwei Halleiner Lokalen, keine Teilnahmegebühr für das Stadtfest zahlten, wurden am Veranstaltungssamstag Bauzäune mit schwarzen, blickdichten Folien direkt vor den Geschäften aufgestellt.

„Schikanös“ und „willkürlich“ nannten die beiden das Vorgehen des Veranstalters. Dieser ist der TVB mit Chef Rainer Candido, gegen den jetzt aus Politik und Wirtschaft Rücktrittforderungen laut werden.

Einen offenen Brief unterzeichneten 15 weitere Gastronomen. Eine davon spricht Tacheles. Manuela Yurt betreibt ein Burger-Lokal. Sie schäumt: „Ich zahle keine 1000 Euro, dass ich meinen Gastgarten, für den ich sowieso zahle, beim Stadtfest betreiben kann. Ich kann mir das nicht leisten, bin schon seit fünf Jahren nicht dabei.“

Außerdem lasse sie sich keine Preise vorschreiben und auch nicht, was sie ausschenken darf. Probleme mit dem TVB-Chef gebe es schon lange: „Der kann nicht grüßen, der ist nicht für die Geschäftsleute da, er ist arrogant. Seit Candido da ist, gibt es Probleme. Der muss weg!“ 

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