Weil Millionen fehlen

Salzburgs Krisen-Kammer geht jetzt Sparpläne an

Salzburg
06.07.2026 07:00

Die Salzburger Landwirtschaftskammer steht weiter im Zentrum hitziger Debatten: Nach Postenschacher-Vorwürfen, fehlenden Millionen und Theorien, die den früheren Kammeramtsdirektor als Verantwortlichen dafür sehen, werden jetzt dringend notwendige Reformen angegangen. Gespart wird beim Personal. 

Die Krisen-Kammer beschäftigt weiter die Gerichte: Neben Verfahren vor dem Arbeitsgericht und einer offenen Anzeige stehen Gleichbehandlungsvergehen im Raum.

In der Bauernvertretung braucht es dringend Reformen: 500.000 Euro sollen eingespart werden – und das so schnell wie möglich, wie Präsident Rupert Quehenberger betont. Erste Schritte wurden gesetzt. Die ersten sechs einvernehmlichen Kündigungen sind schon unterschrieben. Weitere müssen folgen. Und man leistet sich ab Ende September auch kein eigenes Planungsbüro mehr. Bisher wurden Bauern, die beispielsweise viel Geld in neue Stallungen investieren, hier mit Plänen unterstützt.

Kritisiert wird die Kammer, dass Kosten für Gebäudesanierungen und Umbauten wie in der Zentrale davongaloppierten. „Wenn es reinregnet, muss man investieren“, rechtfertigt Quehenberger die Investitionen.

Wer für den Schuldenberg in der Kammer von mehr als zehn Millionen Euro verantwortlich ist, wird jetzt auch in der Landespolitik heftig diskutiert. Immerhin sind knapp 40 Prozent des Budgets Steuergelder.

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