„Krone“-Salzburg-Chefredakteur Claus Pándi kommentiert das neue Haus der Industrie in Salzburg – und warum gerade dieses die wirtschaftlich nachhaltigste Entscheidung des scheidenden Präsidenten Peter Unterkofler gewesen sein könnte.
Das neue Haus der Industrie in Salzburg könnte die wirtschaftlich nachhaltigste Entscheidung von Peter Unterkofler gewesen sein. Der scheidende Präsident der Industriellenvereinigung wird in der Salzburger Gesellschaft als ein fröhlicher Mann geschätzt. Politisch war er nie ein Faktor.
Für den Wirtschaftsstandort Salzburg könnte mit Unterkoflers Nachfolger einiges besser werden. Immerhin kommt mit Andreas Wimmer ein waschechter Thalgauer Industrieller mit internationaler Kompetenz ans Ruder.
Einfach wird es für den Neuen an der Spitze der Salzburger Industrie freilich nicht. Die Wirtschaft in ganz Österreich kämpfte schon vor dem Ausbruch der Pandemie mit Problemen. Manche Konkurse wurden durch die milliardenteure „Koste es, was wolle“-Strategie der damaligen türkisen Regierungskapazunder Kurz und Blümel nur auf später verschoben. Die darauffolgende Regierung mit Kanzler Nehammer, Finanzminister Magnus Brunner und den Grünen hat aus der miesen Ausgangslage ein finanzielles Desaster angerichtet. Und der jetzigen Dreierkoalition ist es nicht gelungen, etwas Brauchbares aus ihrer mit wolkigen Phrasen beschriebenen „Industriestrategie“ zu machen.
Vom industriellen Oberpräsidenten Georg Knill ist wenig zu erwarten. Man weiß von einigermaßen unappetitlichen Flirts mit Herbert Kickl und einer Einladung des Briten-Clowns Boris Johnson nach Salzburg. Für konstruktive Eleganz steht Knill nicht.
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