Ärger über Verhalten
Italienische Behörden kontrollieren jetzt Wanderer
Den italienischen Behörden reicht es mit rücksichtslosen Wanderinnen und Wanderern. Sie verstärken die Kontrollen auf Wanderwegen und in Waldgebieten in Cortina d‘Ampezzo (Venetien) und den Dolomiten. Man wolle die Menschen über angemessenes Verhalten in den Bergen aufklären und Verstöße gegen die Regeln ahnden, hieß es.
Hintergrund ist der anhaltende Anstieg der Besucherinnen und Besucher. Im Vorjahr kamen etwa 1,12 Millionen Menschen in das Berggebiet der Provinz Belluno. Das ist ein Plus im Vergleich von elf Prozent im Vergleich zu 2024. Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Cortina beklagten nun, dass Touristinnen und Touristen immer häufiger grundlegende Verhaltensregeln missachten würden. Als Beispiele führten sie Wanderungen in ungeeignetem Schuhwerk, unerlaubte Picknicks oder Camping, das Baden in geschützten Bergseen sowie das Zurücklassen von Müll an.
Solche Verstöße könnten nicht nur die Natur schädigen, sondern auch die Sicherheit gefährden. Erst vor wenigen Wochen habe ein Rettungshubschrauber wegen Touristinnen und Touristen, die sich auf einer Landezone sonnten, zeitweise nicht landen können, wurde kritisiert. Das habe die Rettungsaktion verlangsamt.
Projekt auf drei Jahre angelegt
Künftig unterstützt die Provinzpolizei die örtliche Gemeindepolizei bei Patrouillen in besonders stark frequentierten Gebieten. Der Einsatz wird in dieser Woche beginnen und ist zunächst bis September mit rund zehn zusätzlichen Streifendiensten pro Monat geplant. Insgesamt ist das Projekt auf drei Jahre angelegt. Es könne später auf weitere Tourismusorte in der Provinz Belluno ausgeweitet werden, hieß es.
Aus der Gemeinde Cortina hieß es, dass Geldstrafen zwar möglich seien, die zusätzliche Präsenz der Polizei aber gefährliches Verhalten verhindern solle. Auch das Bewusstsein für den Schutz der Berglandschaft solle gestärkt werden.









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