Polit-Zeugnisse. Schulschluss – in drei Bundesländern wurden die Zeugnisse am Freitag bereits verteilt, die restlichen sechs folgen in der kommenden Woche. Den Politikern bleiben unterdessen halbjährliche Zeugnisse erspart. Von Wahl zu Wahl, wo ihnen die Österreicher ein Zeugnis ausstellen, dauert es ja meist doch länger. Dazwischen bekommen sie höchstens von Journalisten Noten. Bei der „Krone“ dürfen jetzt aber die Leser und User die Regierungspolitiker online bewerten. Ob deren Zeugnis so freundlich ausfällt wie die Selbstbenotung des Vizekanzlers?
Dafür ein 2er? So euphorisch, wie Andreas Babler im Ö1-Interview am Samstag über die Leistungen der Regierung bei der Einigung auf die Reformpartnerschaft mit den Bundesländern und den Maßnahmen gegen die Preissteigerungen sprach, hätte man ja fast mit einem selbst verliehenen 1er rechnen müssen. Denn der Vizekanzler pries mehrfach die vereinbarten „großen Würfe“, die sich auf die Österreicherinnen und Österreicher „fundamental positiv auswirken“. Er sprach auch davon, „wir“, gemeint wohl „ich, Babler“, „sollten stolz sein“, man habe „große Dinge zusammengebracht“. Klingt irgendwie fast nach Trump, oder? Der Vizekanzler bleibt selbstkritischer als der US-Präsident, schreibt sich und der Regierung „gut bis befriedigend“ ins Zeugnis. Allerdings: „Eher sogar am Zweier angesiedelt.“ Dafür ein 2er? Wetten, dass nicht alle so benoten.
Kommen Sie gut durch den Sonntag!
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