Der Sommer lädt dazu ein, den Tag bis spät in den Abend mit Familie und Freunden auszukosten. Doch das kann den Schlaf stärker beeinflussen als gedacht. Welche Rolle Essen, Bewegung und bestimmte Abendroutinen spielen und wie man am erholsamsten schläft, erfahren Sie hier.
Der Sommer ist die Zeit der langen Abende – und oft auch der kurzen Nächte. Erst der Grillabend mit Freunden, dann das spannende Fußballspiel, am Wochenende ein Musikfestival und zwischendurch auch noch Urlaub.
Kein Wunder, dass viele in der Früh das Gefühl haben, nicht richtig ausgeschlafen zu sein. Das Problem ist meist nicht eine einzige kurze Nacht, sondern die Summe vieler später Abende. Unser Körper liebt nämlich Regelmäßigkeit – und kommt mit ständig wechselnden Schlafenszeiten nur mäßig zurecht.
Würstel und Co. erschweren das Einschlafen
Auch das, was zum Beispiel beim sommerlichen Grillabend auf dem Teller und im Glas landet, spielt eine Rolle. Es muss nicht immer Bratwurst, Steak oder Kotelett sein. Gegrilltes Gemüse, Fisch oder Halloumi mit Salat sind oft leichter verdaulich. Denn wenn Magen und Darm nach üppigen Grillmahlzeiten noch Schwerstarbeit leisten, fällt dem Körper das Abschalten schwer.
Ein Glas Wein oder Bier zum Essen macht zwar häufig angenehm müde, verbessert den Schlaf aber nicht. Im Gegenteil: Alkohol verkürzt den Tiefschlaf und sorgt dafür, dass wir in der zweiten Nachthälfte häufiger aufwachen.
Und wie sieht es mit Sport aus?
Wenn es lange hell ist und langsam abkühlt, kann man schließlich auch länger Bewegung machen, oder? Ja und Nein. Sport ist grundsätzlich ein echter Schlafhelfer – allerdings nicht direkt vor dem Schlafengehen. Intensive Trainingseinheiten treiben Puls, Körpertemperatur und Stoffwechsel an. Deshalb empfehlen Schlafmediziner, zwischen Sport und Bettzeit mindestens zwei bis drei Stunden Pause einzuplanen. Ein gemütlicher Abendspaziergang ist dagegen eine gute Idee.
Auch Eis darf natürlich nicht fehlen, wenn man an sommerliche Genüsse denkt. Als kleine Erfrischung spricht nichts dagegen. Wer jedoch nur die gefrorene Leckerei isst, und das auch noch abends, liefert dem Körper vor allem Zucker, aber kaum Eiweiß oder Ballaststoffe. Das kann den Blutzucker rasch ansteigen und später wieder abfallen lassen – nicht unbedingt die beste Voraussetzung für eine ruhige Nacht. Besser ist ein leichtes Abendessen mit Gemüse, Salat oder Naturjoghurt und Eis nur als kleine Nachspeise.
Damit der Sommer nicht zum Dauerschlafräuber wird, hilft eine einfache Abendroutine: möglichst jeden Tag – bis auf wenige Ausnahmen – ungefähr zur gleichen Zeit schlafen gehen, Handy rechtzeitig zur Seite legen, Schlafzimmer gut lüften und möglichst kühl halten. Wer den Tag dann auch noch mit einem Buch, ruhiger Musik oder ein paar Minuten Entspannung ausklingen lässt, gibt dem Gehirn das richtige Signal: Jetzt ist Zeit für erholsamen Schlaf. Ihr Körper wird es Ihnen danken.
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