Crewmitglied vermisst

US-Helikopter musste im Arabischen Meer notlanden

Außenpolitik
01.07.2026 22:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Mehrzweckhubschrauber der US-Marine musste am Mittwoch im Arabischen Meer notlanden. Drei Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, nach einem vierten wird gesucht.

Die Geretteten befinden sich nach Angaben des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos (CENTCOM) in stabilem Zustand auf dem Flugzeugträger USS George H.W. Bush. Die Ursache des Vorfalls wird nach Angaben des US-Militärs aktuell untersucht. Hinweise auf eine feindliche Handlung als Ursache gebe es nicht, hieß es. Zwar haben die USA ihre Blockade für Schiffe aufgehoben, die durch die Straße von Hormus fahren, dennoch verfügen sie dort weiterhin über eine bedeutende Militärpräsenz. 

Trump: „Die Denuklearisierung des Iran kommt gut voran“
Die USA und der Iran haben am Mittwoch in der katarischen Hauptstadt Doha indirekte Fachgespräche über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz und einen dauerhaften Waffenstillstand fortgesetzt. US-Präsident Donald Trump äußerte sich optimistisch über den Verlauf. „Die Denuklearisierung des Iran kommt gut voran“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten. „Es waren sehr gute Treffen, und wir werden sehen.“ Die Verhandlungen, die von Katar und Pakistan vermittelt werden, hatten am Dienstagabend begonnen und dauerten am Mittwoch an, wie ein Insider und ein iranischer Regierungsvertreter sagten.

US-Präsident Donald Trump sieht Fortschritte bei den Verhandlungen mit dem Iran.
US-Präsident Donald Trump sieht Fortschritte bei den Verhandlungen mit dem Iran.(Bild: AFP/KENT NISHIMURA)

Grundlage der Verhandlungen ist ein im vergangenen Monat unterzeichnetes 14-Punkte-Abkommen. Die Vereinbarung soll den Krieg beenden, der im Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen hatte. Zudem sieht sie die Wiedereröffnung der Meerenge von Hormuz und eine 60-tägige Frist für Verhandlungen über ein dauerhaftes Friedensabkommen vor.

Iran will Kontrolle über Hormuz notfalls mit Gewalt
Dem Iran geht es nach Angaben eines Regierungsvertreters vor allem um die Verwaltung der Straße von Hormuz und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte im Wert von sechs Milliarden Dollar (rund 5,27 Mrd. Euro). Die USA fordern dagegen in erster Linie die freie Durchfahrt durch die strategisch wichtige Meerenge. Zwei hochrangigen iranischen Insidern zufolge will der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormuz und das Recht zur Erhebung von Gebühren notfalls auch mit Gewalt durchsetzen. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge, über die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweiten Handels mit Öl und Flüssiggas abgewickelt wurde, ist teilweise wieder angelaufen.

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