Das bekannte Vorarlberger Food-Entertainment-Duo „Piefke und Fatso“ geht unter dem Titel „Oanen in dr Krone“ für die „Krone“ auf kulinarische Entdeckungsreise. Bei hochsommerlichen Temperaturen kehrten sie im „Seeblick Stüble“ in Rankweil ein – und waren sehr angetan.
Die Geräuschkulisse ist opulent, das Seeufer brechend voll und die Schlange an der Ausgabe des kleinen hölzernen Schuppens ist so lange, dass der Parkplatz nicht nur mit Autos voll ist. Die Location an Rankweils Peripherie ist weithin bekannt, dass man hier im Seeblick Stüble aber auch erstklassig dinieren kann, wissen wohl nur wenige.

Was hier geboten wird? Wassereis, Zack-Zack und Limonade. Aber auch: Lauwarme Räucherforelle, hausgemachter Schweinebraten, formidables Verhackertes. Und das vom Sternekoch. Ganz richtig gehört. Denn hier kocht Mathias Seidel.
Das wohl bekannteste Gericht (das von uns übrigens noch nirgendwo anders besser degustiert wurde) ist der Lumpensalat. Schübling, Bergkäse, Essiggurken, rote Zwiebel, Hausdressing (!), Brot. Vierzehn Euro, neunzig Cent. Voilà. Mehr braucht’s nicht an einem heißen Sommertag – oder de facto an jedem anderen Tag.
Doch nicht nur der Lumpensalat hat Kultpotential: Die Patronin, Cilli Linher, gibt hier im wahrsten Sinne des Wortes den Tarif durch. Ein Unikum, wie es leider nur noch selten vorkommt. Final gibt’s noch unseren ganz persönlichen Geheimtipp: die Bosna Semmel. Unkonventionell, selbst rezeptiert, fruchtig, manche würden munkeln abtrünnig; Wir munkeln: vielleicht sogar besser als das Original in Salzburg. Doch dieses Urteil obliegt uns nicht.
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