In dem neuen Artspace „Black Hole Contemporary“ gibt es ab Freitag, 3. Juli, Einblicke der besonderen Art: Denn die Ausstellung „Pictures in the dark“ des österreichischen Fotokünstlers Marko Zink betrachtet man in einem winzigen Raum durch ein Tür-Guckloch.
Marko Zink erkundet in diesem Projekt „Pictures in the dark – This is desire“ den Sog des Begehrens, die Beziehungen zwischen Mensch und Natur, die Verflechtung aus Gender und Anima/Animus, sowie das Wechselspiel von Jagen und Gejagtwerden. Wiederkehrendes Motiv: der Hase, der zwischen Unschuld, Sexualisierung, Männlichkeit und Weiblichkeit pendelt.
Marko Zink fotografiert ausschließlich analog mit natürlichem Licht. Das Trägermaterial, der analoge Film, wird vor der Belichtung mehrfach gekocht und darüber hinaus für einige Serien gezielt chemisch und mechanisch bearbeitet. Diese von ihm entwickelte Technik ist seine einmalige Handschrift mit großem Wiedererkennungseffekt. Das daraus resultierende Zerfallen der Negative beschreibt er als gezielt konzeptuelles Einsetzen und hinterfragt die Hauptkriterien der Fotografie als Erinnerungs- und Dokumentationsträger.
„In meiner neuen Serie zeige ich Hybride an ausgesuchten, historisch belegten Kraftorten Österreichs, immer zwischen Mitternacht und 1 Uhr nachts aufgenommen“, sagt der 1975 in Gaschurn (Vorarlberg) geborene Zink, „es geht einerseits um die Auseinandersetzung von „Anima und Animus“ und jenen Lebewesen Licht zu geben, die vom Radar auch aufgrund des Artensterbens verschwinden. So habe ich diese Kraftorte bewusst aufgesucht, dort war ich überrascht, dass viele Personen dort während dieser Stunden meditieren, um sich von der Welt loszulösen. Im Gespräch mit diesen Personen erfuhr ich, dass früher viele Wildtiere wie Totems zu Besuch kamen, diese aber immer mehr verschwinden. Diesen Erscheinungen gebe ich Raum!“
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