Was wird da beschneit?
Mitten im Sommer! Schneekanone sorgt für Kritik
Ein Skigebiet in Südtirol sorgt für Aufregung: Mitten im Sommer wird dort nämlich eine Schneekanone eingesetzt – als „Regenbogenmaschine“ für Touristen. Während Kritiker den Wasserverbrauch anprangern, verteidigen sich die Betreiber und sprechen von einem kurzen Einsatz.
Im Südtiroler Ahrntal hat das Skigebiet Klausberg eine neue Verwendung für eine Schneekanone gefunden. An heißen Sommertagen wird das Gerät eingeschaltet, um einen feinen Wassernebel zu versprühen. Durch die Sonneneinstrahlung entsteht so ein Regenbogen, den die Betreiber als „Regenbogenmaschine“ bewerben.
Im Sommer besonders problematisch
Diese „Regenbogenmaschine“ kam bei vielen in den sozialen Medien aber gar nicht gut an. „Wasserverschwendung“, schimpfte ein Nutzer unter dem Instagram-Video von der Schneekanone. „Und das bei der Wasserknappheit“, kritisierte ein anderer. „Bin gespannt, wie lange wir die Ressourcen zum sinnlosen Herumspritzen noch haben“, wunderte sich ein Nutzer.
Die Schneekanone ist in dem Skigebiet auch im Sommer im Einsatz:
Schneekanonen stehen generell in der Kritik, da sie für den Betrieb im Winter große Mengen an Wasser und Energie benötigen. Der Gebrauch während der heißen Sommermonate wird als besonders problematisch angesehen, da Wasser eine immer wertvollere Ressource wird.
Wenn das Wasser nicht herausgespritzt wird, läuft es den Berg hinunter.
Der Südtiroler Betreiber sieht‘s entspannt.
Betreiber verteidigt sich
Der Betreiber der Skiworld Ahrntal will von dieser Kritik nichts wissen. Das Wasser stehe sowieso im Rohr. „Wenn es nicht herausgespritzt wird, läuft es den Berg hinunter“, erklärte ein Sprecher dem „Merkur“. Die Schneekanone werde bei besonders heißem Wetter für zwei Minuten eingeschaltet, dabei werden 240 Liter Wasser verbraucht.
Die Idee für die Schneekanonen-Abkühlung im Sommer sei rein zufällig entstanden. Bei der Wartung musste die Kanone eingeschaltet werden. „Dann sind alle Kinder heraufgerannt und hatten eine Freude am Wasser“, erzählte der Sprecher. „Also haben wir uns gedacht: Schalten wir sie mal zwei Minuten ein, wenn es heiß ist.“








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