„Er versteht mich“:

Trump macht mysteriöse Andeutung Richtung Kim

Außenpolitik
17.08.2026 22:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump sorgt mit einer überraschenden Andeutung für Aufsehen: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un soll auf seine jüngsten Gesprächswünsche reagiert haben. Auf die Frage von Reportern, warum Kim nicht geantwortet habe, sagte Trump im Oval Office zunächst: „Woher wissen Sie, dass er nicht geantwortet hat?“ Auf Nachfrage bestätigte er schließlich: „Ja, hat er.“

In welchem Stadium sich mögliche Gespräche befinden, wollte Trump nicht näher erläutern. Er bezeichnete die Entwicklung jedoch als „sehr positiv“. Trump betonte zugleich erneut seine gute Beziehung zum nordkoreanischen Machthaber. Seine früheren Treffen mit Kim hätten die Spannungen mit Pjöngjang verringert. Kim habe ihn stets „mit großem Respekt“ behandelt. „Ich verstehe ihn, er versteht mich“, sagte Trump.

Trump hatte Kim während seiner ersten Amtszeit dreimal getroffen. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr kam es noch zu keinem persönlichen Treffen.

Weniger Militärübungen mit Südkorea
Parallel dazu kritisierte Trump erneut Südkorea, insbesondere wegen der Weigerung des Verbündeten, sich an US-Militäreinsätzen gegen den Iran zu beteiligen. „Wir können nicht überall herumgehen und all diese Länder beschützen, vor allem dann nicht, wenn sie nicht da sind, um uns zu helfen“, sagte er.

Bereits am Sonntag hatte Trump angekündigt, die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea „wesentlich“ verringern zu wollen. Die Manöver seien kostspielig und zudem ein „total unangemessenes und feindliches“ Signal an Nordkorea, schrieb er auf Truth Social. Während seiner Präsidentschaft habe sich Nordkorea „nicht bedrohlich“ und „respektvoll“ verhalten.

Trumps Ankündigung stieß auf parteiübergreifende Kritik. Der Demokrat Jack Reed sprach von einer „wahnwitzigen, planlosen Entscheidung“. Auch der republikanische Senator Thom Tillis kritisierte den Schritt und verwies auf Nordkoreas Unterstützung für Russlands Krieg gegen die Ukraine.

Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums begann am Montag dennoch die gemeinsame Militärübung „Ulchi Freedom Shield“. Das Manöver werde „wie geplant“ durchgeführt.

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