Der „Orgelsommer“ im Mariendom in Linz garantiert Abkühlung und sorgt für besondere Klang- und Raumerlebnisse. Erstmals gestaltet der frisch gebackene Domorganist Gerhard Raab eine Konzertreihe mit hochkarätigen Angeboten und jungen Stars.
Im Mariendom ist es immer deutlich kühler als draußen“, sagt Domorganist Gerhard Raab. Wenn dann auch noch die Abenddämmerung für eine „ganz besondere Lichtstimmung“ sorgt, die nur in dieser Jahreszeit entsteht, ist es für ihn Zeit, sich an die Rudigierorgel zu setzen.
Der Dommusikverein will diese Orgelkonzerte in einzigartiger Atmosphäre mit vielen anderen Menschen teilen und beauftragte erstmals den frischgebackenen Domorganisten mit der Gestaltung des beliebten „Domorgelsommers“: Ab 6. August bis 3. September werden drei Konzertabende sowie Orgelmatineen an sechs Sonntagen angeboten.
Die Orgel und ihre vielen Gesichter
Den Auftakt bei den Orgelkonzerten gestaltet Raab selbst. Unter dem Motto „De Paris Au Monde“ macht er symphonische Literatur aus Paris rund um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert hörbar: „Die Orgel wird – mit unterschiedlichen Klangfarben – wie ein ganzes Orchester erklingen.“
Susanne Werpechowski, Gewinnerin des Franz‑Schmidt-Orgelwettbewerbs in Wien, bringt Spätromantik zwischen Leipzig und Wien in den Mariendom (20. August), während der Brite Andrew Dewar mit „Dancing Pipes“ (3. September) den Abschluss bildet. „Die Reihe ist vom Variationsreichtum des Instruments geprägt, der auch die Besonderheit der Rudigierorgel in den Fokus rückt“, sagt Raab.
Konzerte mit Tickets: Gerhard Raab „De Paris Au Monde“ (6. 8.); Susanne Werpechowski „Kaleidoskop“ (20. 8.) Andrew Dewar „Dancing Pipes“ (3. 9.)
Orgelmatineen: Katharina Zauner (2. 8.), Valeria Lanner (9. 8.), Michael Greifeneder (16. 8.), Emil Petri (23. 8.), Nadja Rangott (30. 8.), Caroline Atschreiter (6. 9.); Beginn ist um ca. 10.45 Uhr – Eintritt frei.
Matineen mit jungen Stars
Parallel dazu laden im sechs Orgelmatineen im Anschluss an den Gottesdienst an Sonntagen um ca. 10.45 Uhr zu je einer halben Stunde Orgelmusik ein. An den Tasten des 15 Meter hohen Instruments mit 5900 Pfeifen sitzen junge Organistinnen und Organisten. „Es sind Studierende oder Absolventen, die bereits Wettbewerbe gewonnen haben und sich dadurch auszeichnen“, versichert Raab. Hier ist der Eintritt frei.
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