Nach 25 Jahren an der Spitze der Ärztekammer Oberösterreich legt Präsident Peter Niedermoser sein Amt zurück. Am kommenden Donnerstag soll mit Silke Haim seine Nachfolgerin gewählt werden.
Was im oberösterreichischen Gesundheitswesen Rang und Namen hat, war am Donnerstagabend am Linzer Pöstlingberg: Die Ärztekammer lud zu ihrem Sommerfest – und dabei stand eine Person ganz wesentlich im Rampenlicht. Nach 25 Jahren an der Spitze der Standesvertretung legt Präsident Peter Niedermoser sein Amt zurück.
Der Pathologie-Oberarzt und Vertreter der Liste „Pro Medico“ mit Hang zur ÖVP hat im Vorfeld geregelt, wer in seine Fußstapfen treten soll. Zur Wahl stellt sich als einzige Kandidatin die Nuklearmedizinerin Silke Haim (50), die wie Niedermoser bei den Barmherzigen Schwestern beschäftigt ist. Auch wenn im Vorfeld alles geregelt erscheint: Offiziell tritt der Kammerrat am Donnerstag nächster Woche um 16 Uhr zusammen, um über die Personalie abzustimmen.
Die Hobby-Chorsängerin aus Kirchberg-Thening mit dem seltenen Geburtsdatum 29. Februar will sich vor der Wahl nicht äußern. In der Vergangenheit engagierte sie sich vor allem für die kleinen Fächer im Gesundheitswesen und den ärztlichen Nachwuchs.
Noch-Präsident Peter Niedermoser legt Ende des Jahres auch seine Tätigkeit bei den Barmherzigen Schwestern zurück, denkt aber noch nicht an die Pension. Im Interview antwortet der politisch interessierte Mediziner auf die Frage, ob er dem Gesundheitswesen verbunden bleiben werde: „Das ist alles möglich.“
Übrigens: Nach der Wahl der Präsidentin gibt es 2027 den nächsten Urnengang. Dann wählen die Ärzte ihre Vertreter in Oberösterreich überhaupt neu.
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