Englands 0:0 gegen Ghana bei der WM in Foxborough wurde von zwei Szenen um Superstar Jude Bellingham überschattet. Der 22-Jährige hatte Glück, nicht des Feldes verwiesen zu werden. Eine verbotene Geste und ein heftiger Streit in der Halbzeitpause sorgen für Diskussionen.
In der Nacht auf Mittwoch trennten sich England und Ghana bei der WM in Foxborough mit einem 0:0. Im Mittelpunkt stand Jude Bellingham, der in seinem 50. Länderspiel Glück hatte, nicht vom Platz zu fliegen. In einer Szene hielt er sich im Gespräch mit Ghanas Ayew die Hand vor den Mund.
Paraguay-Star sah schon Rot dafür
Diese Geste ist nach einem Vorfall in der Champions League im Februar streng verboten. Damals soll Gianluca Prestianni Vinícius Júnior homophob und rassistisch beleidigt haben. Die FIFA ahndet dies nun konsequent mit einer Roten Karte. Paraguays Miguel Almirón wurde für dieselbe Geste bereits des Feldes verwiesen und für ein Spiel gesperrt. Bellingham kam ohne Strafe davon.
Heftiger Zoff in der Halbzeitpause
Für weitere Aufregung sorgte ein Vorfall kurz vor dem Pausenpfiff. Bellingham foulte Ghanas Opoku. Auf dem Weg in die Kabinen kam es daraufhin zu einem heftigen Zoff zwischen dem Engländer und Ghanas Co-Trainer John Paintsil.
Auch Ghanas Cheftrainer Carlos Queiroz mischte sich in den Streit ein, bevor andere Spieler die erhitzten Gemüter trennen konnten.
Trainer Queiroz klärt auf
Nach dem Spiel äußerte sich Queiroz, er habe Bellingham lediglich darauf hinweisen wollen, dass sein Foul eine Gelbe Karte verdient hätte. Daraufhin habe der Real-Madrid-Star heftig reagiert und mit Schimpfwörtern um sich geworfen, was den Zoff auslöste. Queiroz spielte die Situation jedoch herunter: „Es ist einfach nur Fußball, dieser emotionale Moment.“ Was genau gesagt wurde, wollte er nicht wiederholen. Laut der englischen Zeitung „Sun“ sollen Beschimpfungen wie „F*** dich“ und „Verpiss dich“ gefallen sein.
Trotz der beiden umstrittenen Szenen beendete Bellingham die Partie bis zu seiner Auswechslung in der 73. Minute ohne eine einzige Verwarnung. Da hatte jemand wohl mächtig Glück ...
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